Internationaler Tag des Ehrenamts


Bonn (rd.de) – Deutschland würdigt heute, am Tag des Ehrenamts, seine freiwillig engagierten Helfer.

„Aus dem Koch wird der Maschinist, die Bürokauffrau agiert als Atemschutzgeräteträgerin und der Student ist Truppführer: Ehrenamtlich engagierten Menschen in der Freiwilligen Feuerwehr erschließen sich neue Erfahrungen“, berichtet Hans-Peter Kröger, Präsident des Deutschen Feuerwehrverbandes (DFV) anlässlich des Tags des Ehrenamtes am Freitag, 5. Dezember. In Deutschland sind weit mehr als eine Million Menschen ehrenamtlich in der Feuerwehr aktiv.

Nach Hochrechnungen werden in allen Bereichen des Ehrenamts rund 4,6 Millionen Arbeitsstunden geleistet und eine volkswirtschaftliche Leistung von 35 Millarden Euro erbracht. Von diesem „Jackpot“ profitieren alle Bürger unseres Landes.

Es ist aber nicht die finanzielle Entlastung, die wirklich zählt, sondern die soziale Dimension der ehrenamtlich erbrachten Leistung, der heute Respekt gezollt wird: „In unserer schnelllebigen Zeit besteht die große Gefahr, dass menschliche Kontakte und Beziehungen zu kurz kommen. Das gilt insbesondere für die sozial benachteiligten Gruppen in unserer Gesellschaft. Dieser Gefahr setzen wir menschliche Nähe entgegen“, erklärt Freifrau Elisabeth Spies von Büllesheim, die Vizepräsidentin und Generaloberin des Malteser Hilfsdienstes in Deutschland und ist erfreut, ein stetiges Wachstum ehrenamtlicher Dienst vermelden zu können. Die 35.000 ehrenamtlich aktiven Mitglieder des Malteser Hilfsdienstes leisten über 7,3 Millionen Stunden Dienst in der Notfallvorsorge und den dazugehörigen Bereichen Katastrophenschutz, Sanitäts- und Rettungsdienst, Erste Hilfe Ausbildung und Psychosoziale Notfallversorgung. Außerdem setzen sich die Helfer im ehrenamtlichen Besuchs- und Begleitungsdienst, in der Hospizarbeit, in der Jugendarbeit und im Auslandsdienst ein.

Der Präsident des Feuerwehrverbandes fordert die Enquetekommission ,Zukunft des bürgerschaftlichen Engagements‘ des Deutschen Bundestages dazu auf, bürgerschaftliche Engagierte und ihre Organisationen bei Entscheidungen anzuhören und einzubinden. Er findet: „Ehrenamtliches Engagement verdient Vertrauen.“

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