Helfer für närrische Tage gerüstet


Bonn (rd.de) – Die Hilfsorganisationen in den Karnevalshochburgen sind für die fünfte Jahreszeit bestens gerüstet. In Köln kippte das Verwaltungsgericht das Glasverbot.

In Aachen werden die Hilfsorganisationen 300 ehrenamtliche Sanitäterinnen und Sanitäter in das närrische Treiben schicken, um für eine sichere Veranstaltung zu sorgen.

In Düsseldorf hat die Feuerwehr an den tollen Tagen täglich rund 160 Feuerwehrmänner im Dienst. Weiberfastnacht sind zusätzlich 103 Sanitätsdienstkräfte und zwei Ärzte einsatzbereit. Rosenmontag werden 255 Sanitäterinnen und Sanitäter, darunter sechs Ärzte, von den Hilfsorganisationen zusätzlich vorgehalten.
Werden darüber hinaus zusätzliche Rettungswagen notwendig, ist die Feuerwehr gewappnet und stellt zusätzliche Einsatzfahrzeuge bereit. Im Einsatzabschnitt „Karneval“ (Altstadt und Innenstadt) werden veranstaltungserfahrene Führungskräfte der Feuerwehr eingesetzt und koordinieren Rettungsdienst- und Feuerwehreinsätze.

In Köln versucht die Stadt ihre Aktion „Mehr Spass ohne Glas“ zu retten. Kioskbesitzer hatten gegen die Glasverbotsverfügung geklagt und das Verwaltungsgericht hat ihnen Recht gegeben. Das Kölner Glasverbot ist damit praktisch selbst zum Scherbenhaufen geworden. Die Stadt habe beim Oberverwaltungsgericht in Münster Beschwerde gegen die Beschlüsse des Verwaltungsgerichts Köln eingelegt.

Die Erfahrungen in anderen Städten und bei vergleichbaren Veranstaltungen haben das Glasverbot zum Erfolgsrezept gegen Schnittverletzungen gemacht. Bei der Loveparade in Essen wurden ohne Glasverbot 1400 Schnittverletzungen behandelt, ein Jahr später in Dortmund mit Glasverbot hingegen nur noch 82.

In Mainz wird der Rosenmontagszug einen 7,2 Kilometer langen Zugweg beschreiten. Auf dem Weg der Karnevalswagen werden insgesamt 16 Unfallhilfsstellen aufgebaut. Am Zugende und im Bahnhofsbereich wird der ASB mit Sanitätern Präsenz zeigen.

Im Saarland wird das Deutsche Rote Kreuz in nahezu allen saarländischen Kommunen im Einsatz sein, um Fastnachtsveranstaltungen, Bälle, Kappensitzungen und Umzüge sanitätsdienstlich zu betreuen. Saarlandweit werden es über 1000 ehrenamtliche DRK-Mitarbeiter sein, die in roter Uniform ihren Dienst tun, um die Sicherheit der Narren zu gewährleisten.

(10.02.2010)

3 Responses to “Helfer für närrische Tage gerüstet”

  1. badner91 on Februar 10th, 2010 20:53

    Ich hoffe doch auch, dass nicht nur in den Großstädten die Hilfskräfte bereit sind sondern auch auch in den vielen kleinen Städten und Dörfern wo an Fasnet viel los sein wir.
    Trotzdem wünsche ich allen Kollegen und Kolleginnen ein ruhige und schöne Fasnet.

  2. Mario Gongolsky on Februar 11th, 2010 09:04

    Nachtrag: Gestern Nachmittag entschied das Oberverwaltungsgericht Münster per Eilentscheid, das Glasverbot der Stadt Köln zuzulassen und hob die Entscheidung des VG Köln wieder auf. Also: Kein Glas in Köln.

  3. Carina on Februar 11th, 2010 18:23

    Oh je.. Wer an Fasnacht bei uns Dienst schieben muss, der hat echt die A….karte gezogen. Bei uns ist es standart, dass du an Fasnacht 13- jährige mit Alkoholvergiftung ins KH fahren musst.
    Euch allen wünsche ich euch schöne Fasnacht

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