6. Thüringer Krankenhausplan veröffentlicht


Erfurt (rd.de) – Heike Taubert (SPD), Gesundheitsministerin von Thüringen, hat kürzlich den 6. Krankenhausplan des Landes vorgestellt. Unter anderem werden darin auch Aussagen zum Rettungswesen und Katastrophenschutz in Thüringen getroffen.

Nach § 18 ThürKHG sind die Thüringer Krankenhäuser verpflichtet, Notfallpatienten vorrangig aufzunehmen und zu behandeln. Diese Verpflichtung ist unabhängig von der jeweiligen aktuellen Bettenbelegung, insbesondere auch bei vollständiger Auslastung der intensivmedizinischen Kapazitäten. Das Gesetz verpflichtet auch, nötigenfalls eine ausreichende Erstversorgung und weiterführende Maßnahmen zur Herstellung der Transportfähigkeit in ein besser geeignetes Krankenhaus durchzuführen, wenn der Notarzt bei lebensbedrohlichen Zuständen den unmittelbaren Transport in das nächstgelegene Krankenhaus für nicht durchführbar hält.

Im Katastrophenfall, bei Großschadensereignissen, dem Massenanfall von Verletzten und bei Pandemien sollen alle Krankenhäuser einschließlich der nicht an der Notfallversorgung teilnehmenden Fachkliniken 15 Prozent ihrer Bettenkapazitäten innerhalb von drei Stunden und weitere 15 Prozent innerhalb von sechs Stunden durch geeignete organisatorische Maßnahmen zur Versorgung von entsprechenden Patienten freibekommen.

Umfangreiches Tabellenmaterial stellt die aktuellen und zukünftigen (bis 2015) Bettenkapazitäten der Thüringer Kliniken dar.

Im Krankenhausplanungsausschuss beraten Vertreter der Kassen, der Krankenhäuser und Verbände unter Leitung des Thüringer Gesundheitsministeriums. Der Krankenhausplan hat eine Laufzeit von maximal fünf Jahren und kann hier eingesehen werden.

(02.10.2012)

One Response to “6. Thüringer Krankenhausplan veröffentlicht”

  1. Uwe Eisner via Facebook on Oktober 2nd, 2012 16:58

    Das ist aber ein bayerischer Retter auf dem Bild 😉

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