Produkt: Rettungs-Magazin 5/2019 Digital
Rettungs-Magazin 5/2019 Digital
Interview zur Interschutz 2020+++Reportage Christoph Westfalen+++Drohneneinsatz im Katastrophenschutz+++Rettungsdienst in Bremerhaven+++Erster RTW von MAN

Landshut – 112-Kampagne gegen den Herzinfarkt

Landshut/Frankfurt/Main (DHS) – Mit dem Start der Informationskampagne „Landshut gegen den Herzinfarkt“ klärt die Deutsche Herzstiftung gemeinsam mit dem Klinikum Landshut über den Herzinfarkt auf. Ziel ist es, die Prähospitalzeit zu verkürzen und damit die Herzinfarktsterblichkeit zu senken. Ausdrücklich wird in diesem Zusammenhang auf die Bedeutung des Notrufs 112 hingewiesen.

Die beteiligten Initiativen, zu denen unter anderem auch das BRK gehört, informieren in den kommenden Monaten über den Herzinfarkt, Infarkt-Alarmzeichen und richtiges Notfallverhalten. Als Maßnahmen sind zum Beispiel Plakate geplant, die für den Notruf 112 werben. Ferner sind Werbung in öffentlichen Verkehrsmitteln, Info-Faltblätter und Vortragsveranstaltungen vorgesehen.

Anzeige

„Der Notruf 112 bei Herzinfarkt ist (…) wichtig, weil nur der Rettungsdienst den Infarktpatienten durch den Einsatz eines Defibrillators vor dem plötzlichen Herztod schützen kann“, erläutert der Kardiologe Prof. Dr. Thomas Meinertz, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Herzstiftung. „Der Hausarzt – so wichtig er sonst für den Patienten ist – sollte nicht der erste Ansprechpartner beim Herzinfarkt sein. Dieser kann in der Regel nichts anderes tun, als die 112 anzurufen.“

Erfahrungsgemäß zögern bei Herzinfarkt aber viele Betroffene, sofort die 112 zu wählen. Stattdessen warten sie zunächst ab. Das koste wertvolle Zeit, in der die verheerenden Folgen des Herzinfarktes ihren Lauf nähmen, so Prof. Dr. Meinertz.

„Dabei verfügt die Region Landshut über eine gut funktionierende Rettungskette zwischen Rettungsdiensten und den Kliniken. Je eher wir einen Herzinfarktpatienten in der Klinik behandeln, desto mehr Herzmuskel und damit auch Pumpkraft des Herzens können wir erhalten“, betont Prof. Dr. Stephan Holmer, Chefarzt am Klinikum Landshut. Wer über 112 anrufe, solle unbedingt den Verdacht eines Herzinfarktes deutlich äußern, damit neben einem Rettungswagen auch sofort ein Notarzt geschickt werde.
 
Der plötzliche Herzstillstand gehört zu den häufigsten Todesursachen in Deutschland: Jedes Jahr erliegen in Deutschland ca. 80.000 Menschen dem Plötzlichen Herztod. Liege ein plötzlicher Herzstillstand vor, müsse zuerst die 112 gerufen und dann sofort mit Wiederbelebung durch Thoraxkompressionen begonnen werden. Diese seien fortzusetzen, bis der Rettungsdienst einträfe. Die Herz-Lungen-Wiederbelebung allein mit Herzdruckmassage hat sich in wissenschaftlichen Studien bewährt und ist für Laien einfach anzuwenden.

(Foto: Physio-Control)

Produkt: Rettungs-Magazin 5/2019 Digital
Rettungs-Magazin 5/2019 Digital
Interview zur Interschutz 2020+++Reportage Christoph Westfalen+++Drohneneinsatz im Katastrophenschutz+++Rettungsdienst in Bremerhaven+++Erster RTW von MAN

Kommentar zu diesem Artikel

  1. viel mehr leute müssten so was mei lessen

    Auf diesen Kommentar antworten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.