WAS erhält Großauftrag aus Katar

(Bild: Andreas Metzner/WAS)Wietmarschen (WAS) – 221 Rettungsfahrzeuge wird die Wietmarscher Ambulanz- und Sonderfahrzeug GmbH (WAS) in den nächsten drei Jahren nach Katar liefern. Einen entsprechenden Auftrag der Hamad Medical Corporation (HMC) bestätigte WAS am Dienstag (19.11.2019).

Es handelt sich bereits um das zweite große Projekt, das gemeinsam umgesetzt wird. Schon 2017 wurde das Ambulanz-System im Emirat in enger Zusammenarbeit von HMC und WAS um zwei völlig neue Fahrzeugkonzepte erweitert. Damals wie heute standen im Vordergrund der Zusammenarbeit die Absprache und Planung von speziellen Ausstattungskriterien, die genau auf die Bedürfnisse vor Ort zugeschnitten sind.

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Im Fall von Ambulanzfahrzeugen für Katar – wo es selbst im Herbst noch über 40 °C heiß werden kann – betrifft die Spezifikation vor allem Isolierung und Klimaanlage. Anforderungen, die die Wietmarscher von Aufträgen aus Ägypten und den Vereinigten Arabischen Emirate bereits kennen.

„Neu für uns war die Ausschreibungsbedingung, dass eine 6-Zylinder Benziner-Variante gefordert wurde“, berichtet Andreas Plöger, Geschäftsführer bei WAS. „Normalerweise fertigen wir bevorzugt auf europäischen Fahrgestellen. Das Vorgängerfahrzeug haben wir auf Mercedes-Benz Sprinter Basisfahrzeugen aufgebaut.“

Jedoch sind Fahrzeugtypen wie eben diese Sprinter, aber auch VW Crafter, Renault oder der Ford Transit in Deutschland nur in der Diesel-Version erhältlich. Um auch diesem Ausschreibungskriterium gerecht zu werden, musste ein Ford Transit als Benziner aus den USA nach Wietmarschen eingeführt, dort umgebaut und weiter nach Doha verschifft werden.

Größere Sorgen machen Plöger die politischen Entwicklungen am Persischen Golf. Die zunehmenden Spannungen zwischen den verschiedenen Ländern führen dazu, dass der Transportweg durch die Straße von Hormus größere Risiken birgt, die sich in Form von erhöhten Versicherungskosten niederschlagen. Die vereinbarten 94 Fahrzeuge in 2019 sind bereits gut an ihrem Zielort angekommen. Für das kommende Jahr sind weitere 75 Rettungsfahrzeuge und für 2021 noch einmal 52 Fahrzeuge geplant.

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