Produkt: Rettungs-Magazin 1/2021
Rettungs-Magazin 1/2021
Düsseldorfer Idee: Konzept für kleine MANV-Lagen +++ Trauma: Beckenverletzungen versorgen +++ Nürburgring: Eine X-Klasse für die Rennstrecke

vfdb kritisiert E-Scooter-Zulassung

(Bild: Marek Rucinski/Unsplash)Münster (vfdb) – Die Vereinigung zur Förderung des Deutschen Brandschutzes e.V. (vfdb) hat die schnelle Zulassung von Elektro-Rollern im öffentlichen Straßenverkehr kritisiert.

„Die bisherigen Erfahrungen mit den so genannten E-Scootern haben gezeigt, dass von Seiten des Gesetzgebers dringend Nachbesserungen notwendig sind“, sagte vfdb-Präsident Dirk Aschenbrenner. Zugleich forderte Aschenbrenner, bereits rechtzeitig vor der Einführung neuer Technologien Feuerwehren und Rettungsdienste zur Beurteilung des Gefährdungspotenzials einzubeziehen.

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„In den vergangenen Wochen ist es immer wieder zu schweren Unfällen gekommen, an denen die Fahrzeuge beteiligt waren“, sagte der vfdb-Präsident, der auch Leiter der Dortmunder Feuerwehr ist. „In mehreren Fällen erlitten dabei die Rollerfahrer schwere Kopfverletzungen. Auffällig ist, dass die Verunglückten – wie bislang von Notärzten berichtet wird – in keinem Fall Schutzhelme getragen hatten.“ Auch gebe es offenbar zahlreiche Unfälle, bei denen Alkohol im Spiel war.

„Die Erfahrungen zeigen immer wieder, dass es mit Appellen und Mahnungen nicht getan ist“, so Aschenbrenner weiter. Deshalb sei es dringend erforderlich, sich mit den Experten an einen Tisch zu setzen, um über Ergänzungen zu den wenigen bislang bestehenden Vorschriften zu beraten. „Es ist zu befürchten, dass mit weiter steigenden Nutzerzahlen auch die Unfälle noch zunehmen“, befürchtet der vfdb-Präsident.

Nicht zu unterschätzen sei aber auch die mögliche Brandgefahr, die von den Lithium-Ionen-Akkus der Roller ausgehen könnte. Hier gebe es noch viele ungeklärte Herausforderungen. Vor einigen Wochen erst war am Niederrhein eine Halle ausgebrannt, in der 100 E-Scooter lagerten. Die Polizei schloss dort eine Selbstentzündung der Akkus nicht aus.

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