Produkt: Rettungs-Magazin 5/2019
Rettungs-Magazin 5/2019
Interview zur Interschutz 2020+++Reportage Christoph Westfalen+++Drohneneinsatz im Katastrophenschutz+++Rettungsdienst in Bremerhaven+++Erster RTW von MAN

Streit um „Christoph 17“ reißt nicht ab

Durach (rd.de) – Seit 2012 ist der Rettungshubschrauber „Christoph 17“ ohne feste Station (wir berichteten). Provisorisch wurde er damals in Durach stationiert. Ein großer Teil der Einwohner von Durach fürchtet nach drei Jahren, dass das Provisorium zum Dauerzustand werden könnte.

Symbolbild Blaulicht. Foto: Olaf Preuschoff
Symbolbild Blaulicht. Foto: Olaf Preuschoff

Zwar werde nach Angaben der „Schwäbischen-Zeitung“ auch unter Experten der gegenwärtige Platz auf dem Flughafen nicht als optimal eingestuft. Ein anderer Bereich des Duracher Flugplatzes könnte allerdings die nötigen Voraussetzungen für eine dauerhafte Stationierung des RTH bieten.

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Letzten Donnerstag (24.09.2015) entlud sich der Unmut der Anwohner bei einer Bürgerversammlung, zu der der Duracher Bürgermeister eingeladen hatte. Bei einer Verlegung auf die andere Seite des Flugplatzes sehen die dortigen Anwohner sich durch den Fluglärm belästigt. Darüber hinaus könnten Beerdigungen auf dem benachbarten Friedhof gestört werden.

Am Klinikum der Stadt Kempten war „Christoph 17“ bis 2012 stationiert. Umbaumaßnahmen machten dann eine Verlegung erforderlich. Der Zweckverband für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung Allgäu sei zu dem Schluss gekommen, dass ein neuer Standort gefunden werden müsse.

Danach seien 19 Standorte auf ihre Tauglichkeit als Luftrettungsstation geprüft worden. Als praktikable Lösung erwiesen sich dabei nur Durach und ein Standort auf dem Bundeswehgelände in Kemptener Ortsteil Ursulasried, berichtet die „Schwäbische-Zeitung“. Gegen letzteren habe sich Kempten zur Wehr gesetzt.

Der Zweckverband strebt nun ein Genehmigungsverfahren für eine dauerhafte Luftrettungsstation in Durach an. Der Duracher Bürgermeister will noch in diesem Jahr eine für alle Beteiligten annehmbare Lösung finden. Unterdessen bereiten sich die Anwohner darauf vor juristisch gegen die Luftrettungsstation vorzugehen.

(29.09.2015)

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Kommentare zu diesem Artikel

  1. ohne Worte…….!

    Eine seltsame Gesellschaft ist das geworden. Ansprüche bis ins Uferlose, aber sich gegen Rettungsmittel stellen.

    Traurig!

    Auf diesen Kommentar antworten
  2. Irgendwie wünscht man solchen Leuten dass sie mal in Not kommen und keiner hilft!
    Wenn ich so etwas schon lese, “sehen die dortigen Anwohner sich durch den Fluglärm belästigt. Darüber hinaus könnten Beerdigungen auf dem benachbarten Friedhof gestört werden.”, wird mir übel!
    So, gibt es schon eine BI? Sind die Leute namentlich bekannt die sich von einem Rettungshuschrauber belästigt fühlen? Dann notieren auf eine scharze Liste und jeden Einsatz, egal ob RD, Pol o.ä. ablehnen! Keine Müllabfuhr, Strom, Gas, Wasser usw. Zieht in irgendeine Höhle ihr Unmenschen, in der Gesellschaft habt ihr nichts verloren!

    Auf diesen Kommentar antworten

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