Stärkung des Rettungsdienstes in Ost-Sachsen

(Bild: Ingo Kramarek/pixabay.com)Pirna (pm) – Mit dem Beschluss des Kreistages Sächsische Schweiz-Osterzgebirge am 11. Oktober 2021 haben die Kreisräte den Startschuss für ein engmaschigeres Rettungsnetz im Landkreis gegeben. Durch die Novellierung des Bereichsplanes für den Rettungsdienst soll die Leistungsfähigkeit des Rettungsdienstes ab 2023 deutlich gesteigert werden. Zwei neue Rettungswachen-Außenstellen und die Anschaffung von neun Einsatzfahrzeuge sollen dazu beitragen.

„Das ist die größte Erhöhung des Fahrzeugbestandes seit mehr als 30 Jahren“, erklärt Landrat Michael Geisler. „Wir erhöhen die Zahl der Rettungswagen um 33 Prozent. Die neun neuen Einsatzfahrzeuge werden eine große Unterstützung für die Notfallsanitäter bei ihrer wichtigen Arbeit sein.“

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Die neuen Rettungswagen werden für die Rettungswachen Freital, Heidenau, Pirna sowie die Außenstellen Glashütte, Grumbach, Bad Gottleuba und Hohnstein beauftragt. Diese Standorte werden mit jeweils einem zusätzlichen Fahrzeug aufgerüstet. Zwei Neufahrzeuge erhält die bereits im Bau befindliche Außenstelle Pirna-Copitz. Damit können die Einsatzkräfte die Vorhaltezeit für Rettungswagen um 24 Prozent erhöhen. Geplant ist die Anschaffung der Fahrzeuge ab Januar 2023.

„Bisher kam es regelmäßig vor, dass ein Rettungswagen aus einer Nachbarwache anfahren musste, wenn sich alle Einsatzfahrzeuge der zuständigen Rettungswache im Einsatz befanden“, erläutert Landrat Geisler. „Das können wir mit der Neuanschaffung deutlich reduzieren. Die Zeiten für die Fahrt zum Einsatzort verkürzen sich damit spürbar. Das kommt den Patienten zugute und kann im Einzelfall Leben retten.“

Ein weiterer Baustein zur Verbesserung der Einsatzfähigkeit und der Hilfsfristen ist der Neubau zweier Rettungswachen. Durch den neuen Rettungswachen-Standort in der Region Grumbach wird der Versorgungsbereich in Richtung Tharandt erweitert. Außerdem können sich die Rettungskräfte der Wachenbereiche Grumbach und Wilsdruff durch Überlappung ihrer Gebiete gegenseitig unterstützen, wenn eines der Fahrzeuge schon im Einsatz ist. Neben dem Neubau in Grumbach wird außerdem auch ein Standort im Bereich Hohnstein aufgebaut.

Insgesamt werden für die Maßnahmen in Abstimmung mit den Krankenkassen als Kostenträger in den kommenden Jahren jährlich etwa vier Millionen Euro zusätzlich aufgebracht.

Kommentar zu diesem Artikel

  1. Klingt gut, wünsche euch das es so aufgeht.

    Bei uns hat man auch aufgestockt, Resultat ist allerdings das die neuen RTWs überwiegend Krankentransporte fahren oder Landkreisintern andere Bereiche unterstützen, nur eher selten die Bereiche wo die RTWs eigentlich fahren sollten

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