Produkt: Rettungs-Magazin 5/2019
Rettungs-Magazin 5/2019
Interview zur Interschutz 2020+++Reportage Christoph Westfalen+++Drohneneinsatz im Katastrophenschutz+++Rettungsdienst in Bremerhaven+++Erster RTW von MAN

RKiSH separiert RTW-Teams als Infektionsschutz

(Bild: RKiSH)Heide (RKiSH) – Die Rettungsdienst-Kooperation in Schleswig-Holstein (RKiSH) hat an einigen seiner Standorte Rettungswagen ausgelagert, um das Infektionsrisiko der Teams auf den Wachen untereinander zu reduzieren und die künftige Einsatzbereitschaft sicherzustellen.

„Die maximale Kontaktreduktion unter allen Kollegen ist ein grundsätzliches betriebliches Erfordernis“, erklärt Volker Böhm, Fachbereichsleiter Einsatzdienst bei der RKiSH. „Wir haben neben einer medizinischen auch eine hohe gesellschaftliche Verantwortung.“

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Der Zugang zu den Gebäuden ist Betriebsfremden und den nichtdiensthabenden Kollegen schon länger nicht mehr gestattet. Jetzt werden auch die einzelnen Besatzungen voneinander getrennt. Dadurch möchte man den Kontakt zwischen den Teams reduzieren, um potenzielle Ansteckungen zu vermeiden.

„Wir werden die Infektionen nicht verhindern, müssen die Ausbreitung aber verlangsamen, damit die klinischen Strukturen die schwer erkrankten Patienten gut behandeln können“, sagt Dr. André Gnirke, Ärztlicher Leiter der RKiSH.

An mehreren Standorten wurden dazu entweder räumliche Trennungen in den Wachen für die einzelnen Besatzungen vorgenommen (einzelne Räume, Wohncontainer o.ä.) oder ganze Teams mit ihren Fahrzeugen „vorübergehend ausgelagert“.

„Das bedeutet nicht, dass die angemieteten externen Unterkünfte oder sonstigen Lösungen eine für immer währende Stationierung der Rettungsfahrzeuge bedeutet. Das Netz der vorhandenen Rettungswachen ist grundsätzlich so geplant, dass bei einem Notfallereignis innerhalb von zwölf Minuten ein Rettungsmittel vor Ort sein kann. Die jetzigen Maßnahmen dienen dem Schutz der Mitarbeiter und kommen damit unseren Patienten zugute“, erklärt RKiSH-Pressesprecher Christian Mandel die Übergangslösungen. „Ziel aller bisher getroffenen Maßnahmen ist die Aufrechterhaltung der notfallmedizinischen Grundversorgung für die Menschen in unseren Versorgungsgebieten.“

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