Reform der Notfall- und Rettungsmedizin „schnell umsetzen“

(Bild: Filmbildfabrik/Shutterstock)Koblenz (DGAI) – In einer gemeinsamen Erklärung im Rahmen des Deutschen Interdisziplinären Notfallmedizin Kongresses (DINK) haben Experten aus dem Bereich Notfallmedizin und Rettungswesen sowie der Innenminister Rheinland-Pfalz‘, Michael Ebling, den dringenden Reformbedarf in diesen Bereichen betont.

Notfall- und Rettungsmedizin stünden deutschlandweit vor der Herausforderung, den steigenden Anforderungen gerecht zu werden und auch in Zukunft eine effiziente, hochwertige Versorgung zu gewährleisten, heißt es in einer anschließend verbreiteten Mitteilung.

Anzeige

„Die Zeit drängt. Reformvorschläge liegen ausreichend vor. Es fehlt die Umsetzung“, machte Professor Dr. Jörg Christian Brokmann, Leiter der Zentralen Notaufnahme am Universitätsklinikum Aachen und stellvertretender Sprecher der Sektion Notfall in der Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin e.V. (DGAI), deutlich. Das deutsche Gesundheitssystem sei nicht mehr zeitgemäß und den Erfordernissen entsprechend.

„Präventiv, digital und ambulant müssen vor stationär kommen, und zwar in genau dieser Reihenfolge“, stellte er klar. Dabei gehe es auch darum, die Gesundheitskompetenz der Bevölkerung zu stärken, um die Strukturen zu entlasten und Notfälle zu vermeiden, und um einen gesellschaftlichen Diskurs über die Frage, was notwendig und was „eine nicht bezahlbare Vollversorgungsmentalität“ sei.

Entsprechend stand der DINK einmal mehr unter dem Motto „Gemeinsam stark“. Denn Multiprofessionalität, Interdisziplinarität und Teamgeist seien nicht nur grundlegende Eigenschaften, die mit der Notfallmedizin und dem Rettungsdienst verbunden würden, sondern müssten auch zentrale Elemente der Reformbestrebungen sein.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert