Produkt: Rettungs-Magazin 5/2019 Digital
Rettungs-Magazin 5/2019 Digital
Interview zur Interschutz 2020+++Reportage Christoph Westfalen+++Drohneneinsatz im Katastrophenschutz+++Rettungsdienst in Bremerhaven+++Erster RTW von MAN

Positiver Corona-Effekt: Weniger Unfälle und Getötete im Straßenverkehr

(Bild: Alexas Fotos/pixabay.com)Bergisch Gladbach (BASt) – Im Jahr 2020 wird es nach Schätzungen der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) weniger als 2.800 Getötete im Straßenverkehr geben. Das sind fast neun Prozent weniger als im Vorjahr. Die Gesamtzahl der polizeilich erfassten Unfälle wird sich gegenüber 2019 um etwa 13 Prozent auf 2,33 Millionen Unfälle reduzieren. Aufgrund der COVID-19-Pandemie und den damit deutlich gesunkenen Fahrleistungen fallen die Rückgänge bei den Unfällen und Verunglückten insgesamt viel stärker aus als in den Vorjahren.

Prozentual etwas weniger stark als die Unfälle insgesamt, aber ebenfalls deutlich, sinkt die Zahl der Unfälle mit Personenschaden sowie die der dabei Verunglückten. Die Zahl der Unfälle mit Personenschaden reduziert sich voraussichtlich auf circa 272.000 und die der Verunglückten auf etwa 342.300 Personen.

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Einer der Hauptgründe für die ausgeprägten Rückgänge im Unfallgeschehen liegt in der Entwicklung der Fahrleistung. Diese ist insbesondere im Frühjahr zur Zeit des Lockdowns stark zurückgegangen und liegt auch zum Ende des Jahres noch nicht wieder auf dem Niveau der Vorjahre. Die Gesamtfahrleistung wird in 2020 um fast elf Prozent auf etwa 673 Milliarden Fahrzeugkilometer zurückgehen. Der Rückgang wird dabei auf Autobahnen mit mehr als zwölf Prozent am deutlichsten ausfallen.

Die unterschiedliche Entwicklung der Fahrleistung in den verschiedenen Ortslagen spiegelt die Entwicklung der Unfälle: Der Rückgang der Unfälle mit Personenschaden auf Autobahnen fällt mit voraussichtlich etwa 20 Prozent am deutlichsten aus. Dagegen sind die Rückgänge innerorts (fast zehn Prozent) und auf Landstraßen (etwa sieben Prozent) geringer.

Während es deutlich weniger getötete motorisierte Verkehrsteilnehmer gibt, bleiben die nicht motorisierten Verkehrsteilnehmer – Radfahrer und Fußgänger – hinter dieser Entwicklung zurück: Der Rückgang ist bei den Pkw-Insassen mit fast zwölf Prozent auf unter 1.200 Getötete am stärksten. Die Zahl der getöteten Motorradnutzer sinkt ebenfalls deutlich um etwa zehn Prozent auf annähernd 480 Getötete. Die Zahl der getöteten Radfahrer geht hingegen nur geringfügig auf etwa 430 Getötete zurück (2019: 445), die der getöteten Fußgänger stagniert im Vergleich zum Vorjahr (2019: 417 Getötete).

Die BASt bringt jeweils zum Jahresende eine Prognose der Unfallzahlen des noch laufenden Jahres heraus, um so frühzeitig über die Entwicklung der Verkehrssicherheit Bilanz ziehen zu können. Zu diesem Zeitpunkt liegen Daten bis August oder September vor. Die Zahlen der noch fehlenden Monate werden mittels Zeitreihenmodellen prognostiziert. Berücksichtigt werden hierbei auch meteorologische Variablen, um dem Einfluss der Witterungsverhältnisse auf die Unfallhäufigkeit Rechnung zu tragen. Aufgrund der besonderen Situation im Jahr 2020 durch die COVID-19-Pandemie ist eine Vorausschätzung für das laufende Jahr auf der Basis von zeitreihenanalytischen Trendmodellen mit höheren Unsicherheiten behaftet als üblich.

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