Produkt: Rettungs-Magazin 5/2019 Digital
Rettungs-Magazin 5/2019 Digital
Interview zur Interschutz 2020+++Reportage Christoph Westfalen+++Drohneneinsatz im Katastrophenschutz+++Rettungsdienst in Bremerhaven+++Erster RTW von MAN

Peine: Schwerer Unfall mit RTW

Edemissen (pol) – Ein Rettungswagen ist am Mittwochmorgen (03.07.2013) in Edemissen (Kreis Peine) auf einer Einsatzfahrt mit zwei Pkw kollidiert. Insgesamt fünf Personen erlitten Verletzungen, vier davon schwere. Eine Frau starb.

Ein 88-jähriger Golffahrer wollte von einer Nebenstraße auf die Bundesstraße 444 einbiegen, er übersah dabei nach Polizeiangaben den von links kommenden RTW. Dieser befand sich gerade auf einer Einsatzfahrt und rammte den Golf frontal. Hierauf schleuderte der Pkw gegen einen Baum. Der 88-Jährige sowie seine Ehefrau wurden im Fahrzeug eingeklemmt. Noch am Unfallort starb die 82-jährige Frau.

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Der Rettungswagen kam derweil nach links von der Fahrbahn ab und kollidierte mit einem geparkten Fahrzeug, in dem sich eine 34-jährige Frau und ihr acht Jahre alter Sohn befanden. Beide erlitten schwere Verletzungen. Auch der Fahrer des RTW wurde schwer verletzt, sein Beifahrer leicht.

Im Einsatz waren die Feuerwehr Edemissen, der bodengebundene Rettungsdienst und der Rettungshubschrauber „Christoph 4“. Die Bundesstraße war für rund drei Stunden voll gesperrt.

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Kommentare zu diesem Artikel

  1. Das ist ein ganz schrecklicher Unfall und ein tragisches Ereignis!

    Auch wenn man hier die Schuldfrage nicht diskutieren und endgültig beantworten kann, so ist bei näherer Betrachtung vielleicht manchmal auch ein wenig die fehlende Fahrpraxis manch junger Frau/Mann auf Einsatzfahrzeugen zumindest mit Ursache für Unfälle mit Einsatzfahrzeugen.

    Mir selbst sind die Praktiken bei HiOrgs – natürlich nicht überall und bei allen – sehr gut bekannt, wo man wegen der Kosten und der Personalknappheit schon mal junge Leute, die gerade mal 2 Jahre den FS haben und vielleicht mal Mutti´s Polo gefahren haben auf einen knapp 5 Tonnen schweren RTW setzt und sie dieses Fahrzeug ohne weitere Übung auf dem Wagen selbst und geschweige bei Fahrten mit Sondersignal losfahren lässt. Dann sind auch noch Patienten drin und das Risiko ist m.E. unter solchen Bedingungen extrem hoch, dass Unfälle passieren.

    Bitte hier nicht falsch verstehen. Natürlich gibt es auch viele, die es können, aber mal ganz nüchtern betrachtet ist es doch eine Sache der Fahrpraxis und der Übung (Sondersignalfahrten können real schon gar nicht geübt werden, woher soll dann die Erfahrung kommen?) einen solchen schweren und großen RTW mit einem völlig anderen Fahrverhalten, Abmessungen und Schwerpunkt sicher zu bewegen.

    Was einzelne HiOrgs bzw. Verantwortliche da auf die Autos lassen, ist unverantwortlich. Und wie wird sich (nicht nur) ein junger Mensch fühlen, der vielleicht wie hier bei einem Unfall Todesfälle oder Schwerverletzte zu verantworten hat?

    Hier müssen dringend neue und verantwortungsvolle Regelungen her.

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  2. Die Schuldfrage ist hier jawohl glasklar. Das sagt zumindest der Text aus.

    Das Alter der RD-Mitarbeiter wiederrum geht aus dem Text nicht hervor.

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  3. @ Benny: du hast da sicherlich gar nicht so unrecht benny, aber wo ist da jetzt der Unterschied zum sog. Feuerwehrführerschein ? Hier besteht genau die gleiche Gefahr

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