Nicht-Invasive Beatmung (NIV): Indikationen und Vorteile

Bremen (rd_de) – Derzeit wird die Nicht-Invasive Beatmung (NIV) hauptsächlich beim kardialen Lungenödem und bei bronchospastischen Zuständen wie Asthma oder chronisch obstruktiver Lungenerkrankung (COPD) angewandt. Gegenüber der Intubation und einer rein medikamentösen Therapie bietet ein kontinuierlich positiver Atemdruck einige Vorteile.

Zunächst lassen sich durch NIV die üblichen Risiken einer präklinischen Intubation, die grundsätzlich als ein „High Risk-Verfahren“ betrachtet werden sollte, umgehen.

Für die Behandlung von kardialen Lungenödemen werden in der Regel Diuretika wie Furosemid und Opiate – normalerweise Morphin –, teilweise auch in Kombination mit Nitraten, verwendet. Bei bronchospastischen Zuständen (Asthma bronchiale/COPD) kommen zum Beispiel Ipratropiumbromid, Adrenalin, Magnesium und/oder Corticoide zum Einsatz. Allen Medikamenten ist jedoch gemein, dass sie – einmal in den Körper eingebracht – nicht nur ihre erwünschte Wirkung entfalten, sondern auch unerwünschte Effekte hervorrufen. Es bietet sich daher an, eine Technik einzusetzen, deren unerwünschte Wirkungen überschaubar und behebbar sind: die Nicht-Invasive Beatmung.

Sollte die NIV-Maske entfernt werden müssen – weil der Patient zum Beispiel nicht kooperiert oder er das Bewusstsein verliert –, entfallen automatisch die negativen Auswirkungen von Medikamenten. Dies stellt einen unschlagbaren Vorteil gegenüber der Gabe von Medikamenten dar, die weiterhin im Körper zirkulieren und ihre Wirkung abgeben.

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(Text: Stefan Friedberg, dipl. Rettungssanitäter HF und Dozent im Rettungsdienst; Symbolfoto: Markus Brändli; 12.04.2018) [4858]

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