Produkt: Rettungs-Magazin 5/2019
Rettungs-Magazin 5/2019
Interview zur Interschutz 2020+++Reportage Christoph Westfalen+++Drohneneinsatz im Katastrophenschutz+++Rettungsdienst in Bremerhaven+++Erster RTW von MAN

Neuer Landeplatz in 50 Meter Höhe

(Bild: MIchael Rogosch/ADAC)Siegen (ADAC) – Auf dem Dach des Diakonie-Klinikums Jung-Stilling in Siegen ist eine neue Infrastruktur für die Luftrettung im Kreis Siegen-Wittgenstein entstanden. Von dort, aus etwa 50 Meter Höhe, startet der ADAC-Rettungshubschrauber „Christoph 25“ zu Einsätzen im Dreiländereck Nordrhein-Westfalen, Hessen und Rheinland-Pfalz.

6,3 Millionen Euro hat die Diakonie in Südwestfalen in das neue Landedeck mitsamt Infrastruktur investiert – und damit die Voraussetzungen geschaffen, um die Luftrettung am Standort Siegen für die nächsten Jahrzehnte zu sichern. Darüber hinaus musste die Diakonie in Südwestfalen weitere Eigenmittel in Höhe von mehr als einer Million Euro aufwenden, um auch im Vorfeld notwendige bauliche Anpassungen vorzunehmen.

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Entscheidende Vorteile hat die neue Anlage für Patienten, Ärzte und Notfallsanitäter: Über einen Aufzug erreicht das Rettungsteam auf kürzestem Weg die Behandlungsräume im Inneren des Krankenhauses und kann schwerverletzte Patienten schnellstmöglich weiterbehandeln.

Während auf dem Landedeck bis zu drei Hubschrauber gleichzeitig starten und landen können, ist der sechs Meter hohe Hangar der ADAC Luftrettung vorbehalten. Der Hubschrauber-Besatzung stehen hoch oben auf dem „Stilling“ eine Einsatzzentrale, ein Aufenthaltsraum, Küche und sanitäre Anlagen sowie Technik- und Nebenräume zur Verfügung. Pro Flug sind ein Pilot, ein Notarzt und ein Notfallsanitäter (TC HEMS) an Bord. Das medizinische Fachpersonal besteht aus Notfallsanitäter der Siegener Feuerwehr und Ärzten des Diakonie-Klinikums Jung-Stilling. Die Piloten stellt die ADAC Luftrettung.

Damit auch im Winter Starts und Landungen sicher ablaufen, verfügt das Landedeck über eine eigene Heizzentrale, die verhindert, dass sich Feuchtigkeit sammelt und zu Glatteis gefriert. Auch Kerosin kann auf dem Dach getankt werden. Der Treibstoff wird von einem 50.000-Liter-Tank am Fuße des Krankenhauses über Leitungen zur Zapfanlage in mehr als 50 Meter Höhe geführt.

Um etwaige Brände einzudämmen, wurde eine Löschanlage installiert, die mit einem Wasser-Luft-Gas-Gemisch arbeitet.

Komplettiert wird die Infrastruktur durch den ebenfalls neu gebauten Aufzug. Er kann speziell für Notfälle geschaltet werden und verbindet die Dachstation mit dem Krankenhaus.

Bereits seit 1982 ist die ADAC Luftrettung am Diakonie-Klinikum Jung-Stilling stationiert. Zuletzt startete „Christoph 25“ von einem Landeplatz am Fuße des Krankenhauses. 2019 fiel schließlich der Startschuss für die Bauarbeiten auf dem Dach.

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