Neuer Fahrsimulator für ASB-Landesschule

(Bild: FAMS)Mannheim (pm) – Um die Sicherheit bei Rettungseinsätzen und Krankentransporten zu erhöhen, hat die ASB-Landesschule Baden-Württemberg in Mannheim einen neuen Fahrsimulator angeschafft.

Mithilfe des Simulators können unfallträchtige Blaulichteinsätze realitätsnah trainiert werden, ohne dass die angehenden Rettungs- und Notfallsanitäter sich oder andere gefährden.

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„Nach einer Studie der Ludwig-Maximilian-Universität München liegt das Risiko für Unfälle mit Todesfolge bei Blaulichteinsätzen viermal höher, für Unfälle mit Schwerverletzten achtmal höher und für Unfälle mit Sachschäden 17-mal höher als im normalen Straßenverkehr“, sagt Schulleiter Karlheinz Pfaff. „Mit dem Fahrsimulator können wir unsere Auszubildenden gezielt auf diese stressigen Einsätze vorbereiten und so die Risiken senken.“

An der Franz Anton Mai-Schule des ASB werden Rettungs- und Notfallsanitäter ausgebildet. „Mit dem SiFaT-Simulator können wir in die Grundqualifikation Rettungssanitäter einen Sondersignalführerschein einbauen, den künftig jeder erhält, der bei uns die Ausbildung absolviert.“

Bei der Berufsausbildung zum Notfallsanitäter werde das Sondersignalfahrtraining nochmals umfangreicher. „Der Simulator steht in unserem Übungsraum, wo auch die Versorgung von Unfallopfern an Puppen oder Darstellern geübt wird. Dadurch können wir auch einen gesamten Rettungseinsatz simulieren und die Anfahrt zum Unfallort mit der Patientenversorgung kombinieren.“

In freien Zeiten soll der Simulator anderen Organisationen für Trainings zur Verfügung gestellt werden. „Im Prinzip ist ja ein solches Training für alle sinnvoll, die wenigstens zeitweise mit Blaulicht unterwegs sind“, so Pfaff. Der Schulleiter denkt hier an Polizei, Feuerwehren, aber auch an Mitarbeiter etwa von Stadtwerken, die mit Sondersignal zu Entstörungseinsätzen bei Stromausfällen fahren dürfen. Das Üben solcher Fahrten auf öffentlichen Straßen ist verboten.

Kommentar zu diesem Artikel

  1. Super, alle anderen: Beispiel nehmen !

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