Produkt: Rettungs-Magazin 3/2020
Rettungs-Magazin 3/2020
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Mobilfunkaktivierte Laienreanimation für München

(Bild: Markus Brändli)München (pm) – Um bei einem Kreislaufstillstand noch schneller zu helfen, werden künftig auch in München mit der Mobilfunkaktivierten Laienreanimation Ersthelferinnen und Ersthelfer verständigt, die sich in der Nähe des Einsatzortes befinden. Sie werden von der Rettungsleitstelle per App informiert und sind geschult, um im Notfall Wiederbelebungsmaßnahmen einzuleiten.

Bürgermeister Manuel Pretzl: „‚München Rettet Leben‘, so anspruchsvoll wie der Titel ist auch das Projekt. Wir wollen einen Beitrag dazu leisten, dass die Zeit nach einem plötzlichen Herz-Kreislauf-Stillstand bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes verkürzt wird. Deshalb hat der Stadtrat das Referat für Gesundheit und Umwelt und die Integrierte Leitstelle beauftragt, das Konzept der Mobilfunkaktivierten Laienreanimation zu entwickeln. Außerdem hat der Stadtrat die notwendigen finanziellen Mittel für das Alarmierungssystem und die Betreuung der Ersthelferinnen und Ersthelfer bereitgestellt.“

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Gesundheitsreferentin Stephanie Jacobs: „Das Angebot wird in Stufen aufgebaut. In der ersten Stufe arbeiten wir mit qualifiziertem Personal bzw. Ehrenamtlichen der Rettungsdienstorganisationen. In der zweiten Stufe wird der Personenkreis auf medizinisches Fachpersonal ausgeweitet, und später werden geschulte Laien einbezogen – daher kommt auch der Name des Projekts. Dieses Konzept hat mein Haus gemeinsam mit der Integrierten Leitstelle, dem Rettungszweckverband und der ärztlichen Leitung Rettungsdienst, dem Arbeitskreis Notfallmedizin und Rettungswesen e.V. und dem Landkreis München entwickelt.“

Landkreis und Landeshauptstadt München arbeiten bei dem Projekt eng zusammen. „Je mehr Zeit bis zum Einsetzen der Wiederbelebung verstreicht, umso niedriger ist die Überlebenswahrscheinlichkeit. Im Landkreis München haben wir durch den Einsatz von First Respondern das therapiefreie Intervall bis zum Eintreffen der Rettungskräfte bereits um zwei bis drei Minuten verkürzt“, so Landrat Christoph Göbel. „Die Mobilfunkaktivierte Laienreanimation verfeinert das Hilfenetz weiter und informiert künftig per App den nächstgelegenen Ersthelfer. Viele Landkreisbürger arbeiten in der Stadt und umgekehrt – dass Stadt und Landkreis München gemeinsam das System einführen, halte ich daher für besonders wertvoll.“

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Kommentar zu diesem Artikel

  1. München geht also einen Sonderweg – wieso nutzt man dort nicht einfach das System der mobilen Retter und die Erfahrungen dieser Organisation?

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