Produkt: Rettungs-Magazin 5/2019
Rettungs-Magazin 5/2019
Interview zur Interschutz 2020+++Reportage Christoph Westfalen+++Drohneneinsatz im Katastrophenschutz+++Rettungsdienst in Bremerhaven+++Erster RTW von MAN

„Mobile Retter“ gewinnen Querdenkerpreis der DGIM

(Bild: Mobile Retter e.V.)Wiesbaden (idw) – Laut dem Deutschen Rat für Wiederbelebung erleiden in Deutschland jährlich mehr als 50.000 Menschen einen Herz-Kreislauf-Stillstand außerhalb eines Krankenhauses. Nur zehn Prozent der Betroffenen überleben. Dieser Problematik nimmt sich die Initiative „Mobile Retter“ an. Sie entwickelte ein Konzept zur Ersthelfer-Alarmierung, das qualifizierte Ersthelfer per App auf Notfälle aufmerksam macht. Wie die Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM) am Mittwoch (13.05.2020) mitteilte, würdigte sie dieses Engagement mit dem sogenannten “Querdenkerpreis”. Der Preis ist mit 5.000 Euro dotiert.

Medizinisch qualifizierte Ersthelfer, die sich in unmittelbarer Nähe zum Notfall befinden, werden durch die GPS-Komponente ihrer Smartphones geortet und durch die Leitstelle automatisch parallel zum Rettungsdienst alarmiert. Damit können „Mobile Retter“ durch die örtliche Nähe sehr oft schneller als der Rettungsdienst am Notfallort sein und bis zu dessen Eintreffen lebensrettende Maßnahmen einleiten.

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„Es liegt in der Verantwortung des öffentlichen Gesundheitssystems, die Zeit, bis zu der der Rettungsdienst eintrifft, immer weiter zu optimieren. Daneben werden es aber immer auch Ersthelfer sein, die im Notfall häufig noch schneller am Ort des Geschehens sein können“, sagt Professor Dr. Jürgen Floege, Vorsitzender der DGIM. Weil die „Mobilen Retter“ die Struktur der qualifizierten Ersthelfer stärken, hat die DGIM entschieden, den Verein mit dem Querdenkerpreis 2020 auszuzeichnen.

Nach mehrjähriger Pilotprojektphase und einer Vielzahl von bundesweiten Implementierungen verfügt der Verein „Mobile Retter“ über tiefgreifende Erfahrungswerte und Kompetenzen. Der Verein unterstützt Kommunen bei der Einführung der Ersthelfer-Alarmierung sowie im Ehrenamtsmanagement. So konnten „Mobile Retter“ in den vergangenen Jahren bereits Dutzende Menschenleben retten. Diese außerordentliche Leistung möchte die DGIM mit der Auszeichnung durch den Querdenkerpreis und dem damit verbundenen Preisgeld unterstützen.

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Kommentar zu diesem Artikel

  1. Finde ich auch als eine gute Idee solch Apps sollten aber Bundesweit greifen.
    Ich habe mich bei einer anderen App angemeldet (Meine Stadt retten) aber bei dieser App wird nicht ganz Deutschland mit einbezogen, das finde ich Schade.

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