Mettmann will „Mobile Retter“ einsetzen

(Bild: Kreis Mettmann)Mettmann (pm) – Bei lebensbedrohlichen Notfällen kommt im Kreis Mettmann ab Anfang 2020 schnellere Hilfe: Bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes leisten qualifizierte Ersthelfer als „Mobile Retter“ lebenserhaltende Maßnahmen und überbrücken so die Zeit, bis Notarzt und Notfallsanitäter am Einsatzort sind.

Das System „Mobile Retter“ ist eine Ergänzung zum bestehenden System und ersetzt nicht den regulären Rettungsdienst. Das heißt, Rettungswagen und Notarzt rücken ebenfalls unverzüglich aus.

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Der Nutzerkreis der Smartphone-Anwendung besteht unter anderem aus Rettungsdienstpersonal, Ärzten, Feuerwehrleuten, Rettungsschwimmern, Arzthilfe- oder Pflegekräften, die zuvor registriert und trainiert wurden und über die App alarmiert werden können. Im Idealfall erreicht der „Mobile Retter“ den Patienten durch seine räumliche Nähe zur Notfalladresse viel schneller als der Rettungsdienst und kann bereits vor dessen Eintreffen mit lebenserhaltenden Maßnahmen beginnen.

Alarmiert werden die „Mobilen Retter“ durch die Leitstelle. Über eine GPS-Abfrage wird überprüft, ob sich mobile Retter in der Nähe des Notfallortes befinden. Diese werden anschließend durch die Leitstelle alarmiert. Nimmt ein „Mobiler Retter“ den Einsatz an, wird dieser durch die Navigation der App zum Notfallort geleitet. Die Leitstelle erhält die Meldung, dass ein „Mobiler Retter“ den Einsatz angenommen hat. Der Ersthelfer kann sich zudem ausweisen. Die nötige Technik wird in Kürze in der Kreisleitstelle installiert.

Zudem konzipiert die Bildungsakademie für Gesundheits- und Sozialberufe des Kreises Mettmann zurzeit ein Curriculum für die Zertifizierung der „Mobilen Retter“ und wird künftig für die Qualifizierung von Ausbildern und Ersthelfern sorgen.

Wer sich den „Mobilen Rettern“ anschließen möchte – gerne beruflich oder ehrenamtlich bereits vorgebildet –, kann sich schon jetzt per Mail an mobileretter@kreis-mettmann.de registrieren lassen. Die Kreisverwaltung wird sich dann in den kommenden Monaten bei den Interessenten melden.

Kommentare zu diesem Artikel

  1. Das ist eine sehr gute Idee, damit können sicher Notfallpatienten gerettet werden bzw. Folgeschäden verringert werden.
    Dieses System sollte man bundesweit installieren.

    Matthias Richter, Notfallsanitäter, Dozent, OrgL, HEMS – CM (DRF), Intensivpfleger

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  2. Hallo zusammen

    toll – immer mehr Kommunen greifen auf Retter-Apps zu.

    Als Rettungsassistent bin ich in Schleswig-Holstein registrierter Ersthelfer im Rahmen der App „Meine Stadt rettet“ und habe auf XING die Gruppe „Gemeinsam gegen den plötzlichen Herztod“ zur Förderung der Laienreanimation und dem bundesweiten Einsatz von Retter-Apps gegründet.

    Neue Mitglieder sind herzlich willkommen

    Gruß Dirk Schünemann

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