Innovationspreis für Projekt „Multikopter im Rettungsdienst“

(Bild: ADAC Luftrettung)Berlin (ADAC) – Hohe Auszeichnung des Bundeswirtschaftsministeriums für die ADAC Luftrettung: Bei einer Festveranstaltung in Berlin wurde das Forschungsprojekt „Multikopter im Rettungsdienst“ mit dem Innovationspreis Reallabore ausgezeichnet.

Mit dem Preis würdigt das Ministerium herausragende Testräume für digitale und ökologische Transformation, die sich durch ihren Vorbildcharakter und ihren Beitrag für ein modernes und innovationsfreundliches Recht auszeichnen. Die ADAC Luftrettung gewann den Preis in der Kategorie „Ausblicke“ für das weltweit erste Pilotprojekt zur Erprobung von Multikoptern im Rettungsdienst.

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Frédéric Bruder, Geschäftsführer der ADAC Luftrettung gGmbH nahm die Auszeichnung entgegen. „Dieser Preis bestärkt uns, das Multikopterprojekt und die damit verbundene Forschungs- und Pionierarbeit für den Rettungsdienst weiter voranzutreiben. Mit dem Ziel, die Patientenversorgung in Deutschland weiter zu verbessern und die schnelle Hilfe aus der Luft nachhaltig und damit auch zukunftssicher aufzustellen“, erklärte Bruder.

Eine Expertenjury hatte den Wettbewerb zum zweiten Mal ausgelobt und aus insgesamt 101 Wettbewerbsbeiträgen neun Siegerprojekte ausgewählt.

Reallabore sind zeitlich und meist räumlich begrenzte Testräume, in denen innovative Technologien oder Geschäftsmodelle unter realen Bedingungen erprobt werden. Reallabore erfordern oftmals Ausnahmegenehmigungen oder die Nutzung von Experimentierklauseln und liefern wichtige Erkenntnisse, ob und wie der rechtliche Rahmen weiterentwickelt werden muss.

Das Reallabor „Multikopter im Rettungsdienst“ war in Kooperation mit der Firma Volocopter in Bruchsal Ende 2018 von der ADAC Luftrettung auf den Weg gebracht worden. Für die Studie hatte das Institut für Notfallmedizin und Medizinmanagement der Ludwig-Maximilians-Universität München (INM) in einer Makroanalyse für die Bundesländer Bayern und Rheinland-Pfalz Einsatzpotentiale des Multikopters ermittelt und in einer Mikroanalyse für zwei Modellregionen – auf Basis historischer Leitstellendaten – mehr als 26.000 Notfalleinsätze mit Multikoptern am Computer simuliert. Durchgespielt wurden Szenarien mit unterschiedlichen Einsatzradien, Reichweiten und Geschwindigkeiten.

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