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Hilfsorganisationen fordern 500-Euro-Bonus auch für Rettungskräfte

(Bild: Jonas Pröschel/BRK)München (BRK/Malteser) – Das Bayerische Rote Kreuz (BRK) begrüßt den Vorstoß des bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder, Pflegekräften einen einmaligen und steuerfreien Bonus in Höhe von 500 auszuzahlen. Allerdings sollten nach Ansicht der Hilfsorganisation auch Rettungskräfte in den Genuss dieser Regelung kommen.

„Die Mitarbeitenden in der Pflege halten das System am Laufen. Dank ihres übermenschlichen Einsatzes wird ein Systemkollaps verhindert“, würdigt BRK-Präsident Theo Zellner die Leistung. Das BRK fordert diese Anerkennung und Wertschätzung allerdings auch für alle Mitarbeitenden des Rettungsdienstes aller Hilfsorganisationen. Sie dürften nicht außer Acht gelassen werden.

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„Sie arbeiten an Belastungsgrenzen, haben tagtäglich mit infizierten Patienten zu tun, machen Überstunden für ihre Kollegen, die in Quarantäne sind, und viele von ihnen haben sich bereits infiziert“, so Zellner. „Das ist eine zusätzliche Belastung, die es zu würdigen gilt. Ich hoffe, dass dieser Appell beim Ministerpräsidenten Berücksichtigung findet.“

Dieser Ansicht schließen sich die Malteser in Bayern an. Mitarbeiter in allen systemrelevanten Berufen sollten ihrer Meinung nach einen Bonus erhalten. Christoph Friedrich, Landesgeschäftsführer der Malteser in Bayern, würde es begrüßen, solche Zahlungen auch auf den Rettungsdienst auszuweiten. „Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die im Rettungsdienst in Zeiten wie der Corona-Krise gesondert gefordert sind, müssen ebenfalls von einer Prämie profitieren können“, fordert Friedrich. Schließlich, so Friedrich, seien „auch die Rettungsdienstmitarbeiter täglich der Gefahr einer Infizierung durch direkten Kontakt ausgesetzt.“

Den Beschluss, Pflegekräften eine Einmalzahlung auszuzahlen, begrüßt der Landesgeschäftsführer: „Die Pflegekräfte erhalten jetzt die Aufmerksamkeit, die sie schon lange für ihren wahnsinnig wichtigen und intensiven Job verdient haben.“ Den aktuellen Beschluss hält Friedrich aber für zu kurzgefasst. „Wir müssen den Blick auf alle systemrelevanten Berufe legen und dann schauen, wie und wo man hier unterstützen kann und muss.“ Auch der Rettungsdienst kämpft jeden Tag um das Wohl der Menschen, steht 24 Stunden, sieben Tage die Woche bereit, um zu helfen. „Da muss jetzt auch was passieren, um diesem Einsatz gerecht zu werden“, fordert Friedrich.

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Kommentare zu diesem Artikel

  1. Rettungssanitäter sagen danke.

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  2. Mehr als 500€ ist dem “Staatssäckl” der Einsatz von med.Fachpersonal in dieser “Krise” nicht wert ? Angesichts von 100-ten Millarden für “Hilfspakete” wirkt das lächerlich bis erbärmlich.
    Für dieses Personal sollte eine dauerhafte Lohnerhöhung um 500€ und die Angabenbefreiung für alle geleisteten Überstunden gefordert werden !!! Vielleicht wandern dann nicht mehr so viel in unsere Nachbarländer ab und es wird überflüssig, es in Fernost (z.Bsp.China o.Vietnam)”einzukaufen” !

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  3. Es scheint überall das Selbe zu sein, wir sind eben nur die ” Blaulichttaxifahrer”. In Bayern denkt man zumindest über eine Sonderzahlung nach. In Sachsen-Anhalt hört man davon gar nichts. Ich kann mich nur dem vorherigen Schreiber anschließen, eine dauerhafte Lohnerhöhung wäre angebracht! Allein schon aufgrund der stetig steigenden Zahl der Infektionstransporte.

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  4. Wir Rettungskräfte werden wie immer leer ausgehen obwohl wir alle am Limit arbeiten und immer ganz vorne dran sind.Es ist traurig das wir nie berücksichtigt werden.

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  5. es wird höchste Zeit das die Rettungsdienste endlich eine Prämie erhalten, besser noch eine Gehaltserhöhung……
    Hat Frau Merkel diese vergessen………….. in der Corona Zeit

    Lass uns Unterschriften sammeln………………

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  6. In Brandenburg hört man davon auch nicht.
    Ich arbeite im Krankentransport nicht im Rettungsdienst und ja wir haben auch Patienten mit COVID-19 gefahren und bekommen auch keinen Bonus.

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