FAST-Regel für neurologische Untersuchung

Bremen (rd_de) – Mittlerweile gibt es eine Fülle von Akronymen in der Notfallmedizin, die die Arbeit erleichtern sollen. Solche Merksätze oder „Eselsbrücken“ finden sich auch für viele Situationen im Rettungsdienst. Für die neurologische Untersuchung beispielsweise hat sich die so genannte FAST-Regel bewährt.

Face (Gesicht): Hat der Patient Lähmungserscheinungen im Gesicht? Bitten Sie die Person zu lächeln. Ist das Gesicht einseitig verzogen, deutet das auf eine Halbseitenlähmung hin. Im Extremfall hängt ein Mundwinkel herunter und es zeigt sich Speichelfluss.
Arms (Arme): Bitten Sie die Person, die Arme nach vorn zu strecken und dabei die Handflächen nach oben zu drehen (Suppination). Bei einer Lähmung können nicht beide Arme angehoben werden, stattdessen sinken oder drehen sie sich.
Speech (Sprache): Lassen Sie den Patienten einen einfachen Satz nachsprechen. Wie sind die Aussprache und die Vokalbildung? Ist der Patient dazu nicht in der Lage oder klingt seine Stimme verwaschen? Dann liegt vermutlich eine Sprachstörung vor.
Time (Zeit): Falls Auffälligkeiten vorliegen: Wieviel Zeit ist seit dem Beginn der Symptome verstrichen? Bei einem Schlaganfall kommt es auf jede Minute an! Daher sollte das FAST-Schema idealerweise auch in der Laienausbildung (Erste Hilfe) vermittelt werden.

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(Text: Uwe Hecker, Gesundheits- und Fachkrankenpfleger für Intensivpflege und Anästhesie, Lehrrettungsassistent (IHK)/Praxisanleiter; Symbolfoto: Markus Brändli; 17.10.2018) [6044]

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