Erste Hilfe: Qualifizierte Ersthelfer dank GPS-Ortung

Bremen (rd_de) – So genannte Ersthelfer-Apps sollen dafür sorgen, dass ein qualifizierter Ersthelfer schneller zur Stelle ist. In mehreren Regionen sind bereits verschiedene Systeme im Einsatz.

Die Idee ist simpel: Personen mit medizinischen Grundkenntnissen können sich registrieren lassen. Befinden sie sich in der Nähe eines Einsatzortes, kann sie die Leitstelle anhand des GPS-Signals ihres Smartphones orten und zum Notfallort dirigiert. Sie beginnen dort wie jeder Ersthelfer – das heißt in der Regel ohne Hilfsmittel – zum Beispiel die Herz-Lungen-Wiederbelebung oder ergreifen gegebenenfalls weitere Erste-Hilfe-Maßnahmen. Der parallel alarmierte Rettungsdienst löst sie dann im Idealfall nach wenigen Minuten ab.

Verschiedene Anbieter sind mit ihren Programmen auf dem Markt. Den Anfang machten 2013 die „Mobilen Retter“ aus Gütersloh. Mittlerweile hat der gemeinnützige Verein seinen Sitz in Köln. Seit dem Start vor vier bis fünf Jahren wurden nach eigenen Angaben mehr als 5.000 Alarmierungen in insgesamt sieben Regionen deutschlandweit registriert.

Eine Alternative stellt „Corhelp3r“ dar. Es handelt sich um ein gemeinsames Projekt der Unternehmen P3 Telehealthcare und GS Corpuls. Die Idee kommt bei potenziellen Lebensrettern nach Auskunft der Initiatoren gut an. Deutschlandweit hätten sich bereits mehrere tausend Ersthelfer über die App registriert. Wie viele von ihnen tatsächlich im Einsatz sind, wird mit Verweis auf den Datenschutz nicht verraten.

In Lübeck beheimatet ist die Initiative „Meine-Stadt-rettet“. Aktuell stehen ungefähr 1.500 Ersthelfer zur Verfügung. Die Betreiber bieten mit ihrem System eine Reihe von Funktionen, die über eine reine Alarmierung hinausgehen. So umfasst die App zum Beispiel digitale Karten, aus denen europaweit die Standorte von Defibrillatoren zu ersehen sind.

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(Text: Oliver Schulz hat sich als freier Journalist auf Themen der Sozialwirtschaft spezialisiert; Symbolfoto: Markus Brändli; 07.02.2018) [3596]

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