Emsland: IVENA zeigt Versorgungskapazitäten

RTW Köngen bei NachtNordhorn/Meppen (rd_de) – Der Leitstellenverbund Emsland/Grafschaft Bentheim testet aktuell ein neues Informationssystem. Es soll die Kommunikation zwischen Rettungsdienst und Klinik vereinfachen. Zudem macht es Versorgungskapazitäten transparent.

Seit Oktober 2016 nimmt der Leitstellenverbund an dem Pilotprojekt zur Implementierung des so genannten „Interdisziplinären Versorgungsnachweises“ (IVENA) teil, berichtet die „Neue Osnabrücker Zeitung“ (NOZ).

Bislang war die Notfallrettung mit vielen Telefonaten verbunden. Die Rettungskräfte mussten Leitstellen und Krankenhäuser kontaktieren, um die Versorgungsmöglichkeiten abzufragen. Mit IVENA fällt ein Großteil dieser Telefonate weg.

Statt zum Telefon zu greifen, geben die Rettungskräfte laut „Grafschafter Nachrichten“ auf einem Bildschirm ein, was für ein medizinischer Notfall vorliegt. Daraufhin zeige IVENA an, welches Krankenhaus sie mit ihrem Patienten anfahren können.

Die beiden Landkreise Emsland und die Grafschaft Bentheim ziehen nach den ersten drei Monaten eine positive Bilanz. „Es ist ein ganz großer Schritt nach vorne“, zeigte sich Stefanie Geiger, zuständige Fachbereichsleiterin in der Grafschaft, gegenüber der NOZ überzeugt. Damit ist sie nicht die Einzige: In Hessen setzen die Verantwortlichen bereits flächendeckend auf das System.

IVENA wurde 2010 erstmals von der Stadt Frankfurt am Main in Betrieb genommen. Da die Beteiligten positive Erfahrungen mit dem System machten, schlossen sich immer mehr hessische Leitstellen an. 2014 entschied sich das hessische Sozialministerium schließlich für die flächendeckende Einführung.

Bisher stehen die Zeichen gut, dass IVENA nach dem Abschluss des Pilotprojekts auch in Niedersachsen landesweit eingeführt werden könnte. Das Emsland und die Grafschaft Bentheim gehören zu den fünf Regionen im Land, die das System testen. Die weiteren Regionen sind: Osnabrück (wir berichteten), Oldenburg, Hannover und der Heidekreis. Die Testphase läuft noch bis Ende 2017.

(10.02.2017; Symbolfoto: M. Brändli)

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