Drohnen im Rettungsdienst – ASB fordert Defikopter

Köln (rd.de) – Der Arbeiter Samariter Bund (ASB) und der Verein „Definetz“ fordern die bundesweite Einführung von Defikoptern. Diese Drohnen sind ausgestattet mit einem automatisierten externen Defibrillator. Bei Bedarf kann die Drohne zu einem Patienten gesteuert und der Defibrillator in dessen Nähe abgeworfen werden.

Der Defikopter kann über Wälder, Flüsse oder Stauseen zu seinem Bestimmungsort fliegen. Der Flug wird von einer Rettungsleitstelle am Bildschirm überwacht. Am Unfallort angekommen, wird der Defi abgeworfen und kann sofort eingesetzt werden.

Bevor der Einsatz im Rettungssystem möglich wird, müssten allerdings die gesetzlichen Voraussetzungen geschaffen werden. „Solange es keine Flugerlaubnis für vollautomatische Flüge von Drohnen und keine entsprechende Abwurfgenehmigung gibt, bleiben ländliche Gebiete ohne ausreichende Defibrillatoren”, erklärt Friedrich Nölle von „Definetz“.

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Gerade in ländlichen Regionen oder beispielsweise abgelegenen Waldgebieten dauert die Versorgung von Patienten mit Herzproblemen länger als in dicht besiedelten Gebieten. Wichtig ist deswegen, dass die Zeit bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes durch Ersthelfer sinnvoll genutzt werden kann. Hier könnten die Defikopter nach Aussage von Heiko Werner, Abteilungsleiter Bevölkerungsschutz beim ASB, zu fliegenden Lebensrettern werden.

(30.07.2015; Foto: ASB)

Kommentare zu diesem Artikel

  1. Pff, die sollen sich mal nicht so anstellen, immerhin gibt es demnächst auch keine (neuen) AEDs mehr an Bahnhöfen. So wichtig kann das also nicht sein.

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  2. Ist schon wieder April?

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  3. Noch eine Idee wäre, Erdmännchen auszubilden.
    Sie würden vielleicht bei Pat. die eingeklemmt sind im Unfallwrack, noch besser rankommen.
    Könne wertvolle Sek. sein…….
    Im Ernst, schön das man versucht irgendwo für den PAt. was zu verbessern oder im RD, aber man kann es noch übertreiben.

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  4. @olaf
    MARKTLÜCKE!

    Und das Beste ist: Die Sachen lassen sich kombinieren – du kannst auch die Erdmännchen per Drohne abwerfen!

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  5. Denkbar:-)
    Das der Asb noch nicht auf diese Idee gekommen ist

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  6. Und dann lassen Sie das Ding mal der Kölner U Bahn abwerfen!!!!!!
    Doch Idee für Ländliche Gebiete ist nicht schlecht. Nur muss der AED schnell am Ort sein. Lass uns mal fünf Jahre weiterdenken. Früher hatten wir auch auf ein Mobiltelefon im Hubschrauber gehofft.. Und. Es kam. Die Entwicklung kommt. So oder so.
    Michael Hoffmann

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  7. Schwachsinn, Drogenwahn oder Sommerloch- was war hier der Auslöser :))))))))

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  8. Erst dachte ich: Eigentlich ne geniale Idee…. aber selbst wenn die rechtlichen Dinge wie Abwurf und vollautomatische Flüge geregelt sind was bringt mir der Defi wenn:

    – Die Ersthelfer schon mit dem Notruf überfordert sind
    – Der Patient gar nicht erreicht werden kann
    – Kein Ersthelfer da ist (Patient hat Notruf abgesetzt und kollabiert)
    – Die Drohne einen Rettungshubschrauber beim Landen blockiert
    – Die Drohne mit Gebäuden / Fahrzeugen / Bäumen kollidiert und nie ankommt
    – Der Defi über unzugänglichem Gebiet abgeworfen wird (Gartenteich / Zaun im Weg / bleibt im Baum hängen)
    – Der Defi im EG abgeworfen wird der Patient aber im 10 Stock wohnt

    Ich könnt mir vorstellen das Ersthelfer so von Drohne und Defi abgelenkt werden und sich sogar selbst in Gefahr begeben (weil der Defi in 5 Metern Höhe in den Ästen hängt) oder stundenlang die Abwurfstelle suchen (Maisfeld). Aber grundsätzliche Erste Hilfeleistungen vergessen werden. z.B. Reanimation.

    Außerdem:
    – Wer bringt die Drohne zurück?
    – Wer lädt die Drohne auf?
    – Wer lädt den Defi auf?
    – Wer sucht die Drohne wenn verschollen?
    – Was wenn die Drohne gestohlen wird?

    Vote for Erdmännchen mit kleinem Schnapsfässchen um den Hals!

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