Bayern testet neues Fahrzeug-Design

München (rd.de) –  Das Bayrische Rote Kreuz (BRK) teilte mit, dass ab Mai 2015 im Rettungsdienstbereich Nürnberg-Stadt ein neuer Rettungswagen im Einsatz sein wird. Das Besondere: neben den sonst üblichen Verkehrs-Warneinrichtungen weist das Fahrzeug eine auffällige Beklebung in Leuchtrot und Leuchtgelb an den Fahrzeugseiten auf.

Die modifizierte Beklebung ist ähnlich der in Großbritannien verbreiteten. Dort wird sie “Battenburg-Design” genannt und soll die seitliche Erkennbarkeit der Einsatzfahrzeuge, vor allem auf Kreuzungen, optimieren.

Die optische Signalanlage ist bei Tageslicht nicht so wirkungsvoll wie bei Dunkelheit. Ein erhöhtes Verkehrsaufkommen ist ein weiterer Grund, dass es tagsüber zu mehr Unfällen mit Rettungswagen kommt. Dies zeigt, dass für die Erkennbarkeit der RTW, gerade in den Tagesstunden, noch Verbesserungsbedarf besteht.

Der RTW BY2015 mit der Hochsichtbarkeitsbeklebung. Foto: BRK LGST, Abt. RD
Der RTW BY2015 mit der Hochsichtbarkeitsbeklebung. Foto: BRK LGST, Abt. RD

Das neue Muster wird in der Erprobung vom Fachbereich “Produktentwicklung und Qualität” des BRK begleitet. Die Erfahrungen werden dann in die Gestaltung künftiger Rettungsmittel einfließen.

Auch das DRK Hannover arbeitet an einer Optimierung des Fahrzeugdesigns seiner Rettungswagen (wir berichteten). Neben Aspekten wie patientenschonender Transport und ergonomisches Arbeiten spielt die Verkehrswarnwirkung eine große Rolle.

 (20.04.2015)

Kommentare zu diesem Artikel

  1. die alt bewährten Persslufthörner wieder drauf und man wir auch gehört.

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  2. Ist nicht die Installation von Pressluftfanfaren der richtige Schritt und vermutlich auch der kostengünstigere…?

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  3. Wenn man sich endlich mal von dem bescheuerten Weiß verabschieden könnte. Lemon-Gelb und Grün… Wie in einigen Ländern vorgemacht und ne gescheite Signalanlage (Licht u. Horn). Warum müssen wir Deutschen das Rad immer neu erfinden und uns dann wundern wenn’s nicht läuft weil es eckig geworden ist.

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  4. Ach die Bayern, ein witziges Volk

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  5. Was sehen denn die anderen Verkehrsteilnehmer zum Großteil?????

    Genau, die Front!!!!!

    Und daran ändert sich nichts!!!

    Wichtig wäre es, dass die Fahrzeuge von der Front her geändert werden. Wo es ja in anderen Bundesländern schon seit Jahren möglich ist, ein Springlicht zu verwenden wird sich in Bayern dagegen gesträubt.

    Auch das mit dem Pressluft ist so ne Sache, diese Simulation auf den letzten Autos klingt zwar nicht sooo schlecht, ist aber in einem Fahrzeug vor dem Rettungswagen erst sehr spät zu hören.

    Back to the roots, ein Kompressor muss auf das das Dach, und frei nach Nobody: “Das Ding muß blitzen und blinken wie eine Bordelltüre!”

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  6. “Das Ding muß blitzen und blinken wie eine Bordelltüre!”

    Absolut! Nur scheint dies gerade hier in Deutschland für viele schwer verständlich zu sein. Einige scheinen eher zu wollen, dass man möglichst wenig auffällt.

    Dabei ist jeder zweite LKW mit mehr Licht ausgestattet, genau wie Baustellenfahrzeuge.

    Wir bewegen uns mit Sonder- und Wegerechten durch den Verkehr. Es ist mir völlig unverständlich, wieso wir so wenig Warneinrichtungen für derartige Situationen haben.

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  7. Druckluft ist doch sowieso schon vorhanden. …wird nur leider gerne überhört. Soll man nicht glauben, ist aber so

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  8. Finde die RTWs wie sie z.B. in London fahren sehr gut

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