Produkt: Rettungs-Magazin 5/2019
Rettungs-Magazin 5/2019
Interview zur Interschutz 2020+++Reportage Christoph Westfalen+++Drohneneinsatz im Katastrophenschutz+++Rettungsdienst in Bremerhaven+++Erster RTW von MAN

2020: Durchschnittlich sieben Tote pro Tag bei Verkehrsunfällen

(Bild: (Symbol) Polizei Kreis Kleve)Wiesbaden (Destatis) – Das Corona-bedingt geringere Verkehrsaufkommen im Jahr 2020 hat sich deutlich auf das Unfallgeschehen im Straßenverkehr ausgewirkt: Nach Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) nahm die Polizei 2020 bundesweit insgesamt gut 2,2 Millionen Verkehrsunfälle auf. Das waren 16,4% weniger als 2019.

2.719 Menschen sind im Jahr 2020 bei Verkehrsunfällen gestorben. Das waren 327 Verkehrstote oder 10,7% weniger als im Jahr davor. Die Zahl der Verletzten ging gegenüber dem Vorjahr um 14,8% auf 327.550 zurück. Damit sank die Zahl der Verkehrstoten und Verletzten auf den tiefsten Stand seit mehr als 60 Jahren.

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1.170 Personen kamen im Jahr 2020 in einem Pkw ums Leben, das waren 43% aller Verkehrstoten. 499 Menschen verunglückten auf einem Motorrad und -roller tödlich (18,4% aller Verkehrstoten), 426 mit dem Fahrrad und 376 zu Fuß (15,7% bzw. 13,8%).

Gegenüber 2019 ist die Zahl der Verkehrstoten insbesondere bei Pkw-Insassen mit -14,2 % überdurchschnittlich zurückgegangen. Bei Menschen, die zu Fuß oder auf einem Kraftrad ums Leben kamen, fielen die Rückgänge mit 9,8% bzw. 7,9% deutlich geringer aus. Den geringsten Rückgang verzeichnete die Zahl der getöteten Fahrradfahrer mit 4,3%.

Die meisten Unfälle mit Personenschaden ereigneten sich 2020 mit 69,3% innerhalb von Ortschaften, daneben 24,9% auf Landstraßen und 5,8% auf Autobahnen. Allerdings haben Unfälle auf den Straßen außerhalb von Ortschaften unter anderem wegen der höheren Fahrgeschwindigkeiten oft schlimmere Folgen als auf Straßen innerorts. Auf Landstraßen kommen weitere Risikofaktoren wie die fehlende Trennung zum Gegenverkehr, schlechte Überholmöglichkeiten, Kreuzungen oder ungeschützte Hindernisse wie Bäume neben der Fahrbahn hinzu. Insgesamt kamen 29,8% der bei Unfällen im Straßenverkehr Getöteten innerorts ums Leben, 58,6% auf Landstraßen und 11,7% auf Autobahnen.

Innerhalb von Ortschaften findet der größte Teil des Fußgänger- und Radverkehrs statt. Dies wirkt sich auch auf die Unfallzahlen aus. Im Jahr 2020 starben innerhalb von Ortschaften 810 Menschen. Die meisten waren zu Fuß (275) oder mit dem Fahrrad (254) unterwegs, gefolgt vom Pkw (130).

Weitere Informationen zum Unfallgeschehen nach Tagen finden Sie im Unfallkalender und im Unfallatlas.

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