Wieder Ärger wegen Vergabe


Bitterfeld (rd.de) – Mehrere Monate zog sich Ende letzten Jahres der Streit um die Vergabe des Rettungsdienstes im Saalekreis hin (wir berichteten). Jetzt gibt’s im nächsten Landkreis Sachsen-Anhalts wegen der Rettungsdienstvergabe Ärger.

Eine Bietergemeinschaft, bestehend aus Johannitern und Maltesern, war im Landkreis Anhalt-Bitterfeld gegen das DRK angetreten, um den Auftrag zur Durchführung des Rettungsdienstes zu erhalten. Doch der Landkreis entschied sich gegen JUH und MHD. Stattdessen darf die nächsten sechs Jahre das Deutsche Rote Kreuz diese Aufgabe weiterführen.

Johanniter und Malteser wollen das aber nicht widerspruchslos hinnehmen. „Dinge wurden anders ausgelegt als angegeben“, zitiert die „Mitteldeutsche Zeitung“ eine nebulöse Äußerung des Regionalvorstands der Johanniter. Konkreter wollte dieser offenbar nicht werden.

Hintergrund scheint zu sein, dass ursprünglich nicht nur die Kosten, sondern unter anderem auch Konzepte zum Beispiel zur Bewältigung von Großschadenslagen ausschlaggebend hätten sein sollen. Darauf hatten sich Malteser und Johanniter konzentriert, nach Informationen der Zeitung aber genau wegen der Kosten gegenüber dem DRK den Kürzeren gezogen.

Die Bietergemeinschaft und der Landkreis werden sich jetzt voraussichtlich vor dem Verwaltungsgericht Halle treffen. Die dortigen Richter kennen sich mit dem Thema „Rettungsdienstvergabe“ bereits aus. Im Dezember 2014 verhandelten sie ebenfalls den Rechtsstreit der Retter aus dem Saalekreis.

(30.01.2015)

Möchten Sie einen Kommentar schreiben?