Anhalt-Bitterfeld: DRK bleibt im Sattel


Halle (Saale) – Das Verwaltungsgericht in Halle hat eine Klage der Malteser- und Johanniter-Bietergemeinschaft abgewiesen. Sie hatte an dem Vergabeverfahren für den Rettungsdienst im Landkreis Anhalt-Bitterfeld teilgenommen und sah sich benachteiligt.

Gericht urteilte über die Vergabe des Rettungsdienstes. Symbolfoto: Sebastian Duda/fotolia

Gericht urteilte über die Vergabe des Rettungsdienstes. Symbolfoto: Sebastian Duda/fotolia

Laut „Mitteldeutscher Zeitung“ entscheid der Landkreis anhand eines Punktesystems. Beim Aspekt „Erfahrung“ sei die Punktvergabe nach Meinung der Bietergemeinschaft intransparent gewesen. Außerdem hätte der Landkreis die Punkte nach einem anderen Modus verteilt, als ursprünglich angekündigt. Dadurch hätte das DRK als bisheriger Betreiber zu Unrecht mehr Punkte erhalten.

Die Richter folgten dieser Argumentation laut Zeitung nicht. Bei einer anderen Punktevergabe hätten Malteser und Johanniter gleichviel Punkte wie das DRK erzielt. In diesem Fall würde das DRK dennoch den Vorzug erhalten, da es das wirtschaftlichere Angebot abgegeben habe.

Die Bietergemeinschaft scheint jetzt die schriftliche Urteilsbegründung abwarten zu wollen, um eventuell in Berufung zu gehen.

(19.11.2015)

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