KTW-Streichung hätte ernste Folgen


Garmisch-Partenkirchen (rd.de) – Der Landkreis Garmisch-Partenkirchen soll seine Vorhaltung von Krankenwagen deutlich reduzieren. Dies empfiehlt ein Gutachten, das der Freistaat Bayern und die Krankenkassen in Auftrag gegeben haben. Doch nun regt sich Widerstand.

Wird der Plan unverändert umgesetzt, würden von den heute noch fünf Krankenwagen (KTW) im Landkreis gerade mal zwei übrig bleiben. Einer fiele ersatzlos weg, zwei gingen an den Nachbarkreis Bad Tölz, schreibt die „Süddeutsche Zeitung“.

Für einen ländlich geprägten Kreis wie Garmisch-Partenkirchen mit zirka 85.000 Einwohnern ausreichend, könnte man meinen. Doch Garmisch-Partenkirchen ist eine beliebte Urlaubsregion, in der sich sowohl im Sommer als auch im Winter Tausende von Touristen aufhalten – und die Einsatzzahlen deutlich steigen lassen. Immer wieder kommt es deshalb anscheinend vor, dass die Rettungswagen der Regelvorhaltung ausgelastet sind und andere Rettungsmittel eingesetzt werden. Unter anderem Krankenwagen, die normalerweise für Nicht-Notfallpatienten vorgesehen sind. Bis zu 400-mal im Jahr, so die „Süddeutsche Zeitung“, würden im Landkreis Garmisch-Partenkirchen KTW zur Notfallversorgung eingesetzt. Fielen diese Fahrzeuge nun zu einem erheblichen Teil weg, sind Probleme für die Notfallversorgung abzusehen.

Ein Alternativvorschlag, den das örtliche Bayerische Rote Kreuz ausgearbeitet hat, steht jetzt zur Diskussion. Er sieht eine moderatere Reduzierung der KTW und ihrer Dienststunden vor.

Den Beitrag der „Süddeutschen Zeitung“ lesen Sie hier.

(15.01.2015)

3 Responses to “KTW-Streichung hätte ernste Folgen”

  1. Naja... on Januar 18th, 2015 07:54

    Vielleicht sollte man sich erst einmal die Ausfall- und Standzeiten vom größten regionalen Anbieter Garmisch Partenkirchens anschauen und damit meine ich sowohl RTW wie auch KTW!
    Infekte die einer „normalen Wischdesinfektion“ unterzogen werden müssen, also das Fahrzeug normalerweise relativ schnell wieder einsatzklar sein sollte, werden unnötigerweise vom Personal in die Länge gezogen! Standzeiten von 4 Stunden sind keine Seltenheit!
    Innerstädtische Krankentransporte (die maximal 30 Minuten bis zu einer Stunde dauern) werden häufig abgelehnt wenn noch 2 Stunden bis zum Feierabend sind!
    Ich glaube da hat man sich selbst „ein Ei gelegt“ und die Reduzierung selbst provoziert! Und jetzt mit solchen medienwirksamen Maßnahmen in allen Zeitungen zu propagieren wie schlecht alles ist macht es nicht besser. Lieber erst einmal im eigenen Laden schauen!

  2. Sepp Daxberger on Januar 20th, 2015 19:45

    Da spielen mit Sicherheit auch die „Liegemietwagen“ des BRK GAP, WM, Bad Tölz und eines Privaten eine Rolle, die seit ca. 15 Jahren den größten Teil der Krankentransporte und Verlegungen , gerade auch von den Krankenhäusern Bad Tölz, Weilheim, Murnau und der Reha Klinik Heilbrunn durchführen. Da soll es doch den Kassen erlaubt sein, KTW zu streichen, sonst zahlen sie ja doppelt, einmal die vorhaltefinanzierten KTW und dann die Liegemietwagen. Hatten wir alles schon mal im Jahre 2005. Das BRK lernt anscheinend nichts aus der Geschichte!!!

  3. Sputnik on April 23rd, 2015 12:40

    TRUST spuckt doch an allen Ecken des Freistaates rum 🙁

    Wenn die KTW so oft in der Notfallrettung eingesetzt werden muss man das einfach mal aufzeigen und eine Erhöhung der RTW-Stunden bzw Standorte überlegen. Die Betreiber bzw die Träger des Rettungsdienstes können doch ganz leicht auf diese Zahlen zu greifen.

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