Hilfsfristen: Realistische Zeiten angemahnt


Stuttgart (rd.de) – Der Vorsitzende der Krankenhausgesellschaft Baden-Württembergs, Thomas Reumann, unterstützt die Pläne der Landesregierung, die Hilfsfristen im Bundesland zu verlängern.

Wie Reumann der „Badischen Zeitung“ gegenüber sagte, sei es sinnvoller, die Hilfsfristen der Realität anzupassen, als Zeitvorgaben festzulegen, „die nicht eingehalten werden“ könnten. So sei eine Frist von 12 Minuten für das erste Rettungsmittel (in der Regel ein Rettungswagen) besser als die derzeit geltenden 10 bis 15 Minuten. Auch die Frist für das zweite Fahrzeug (Notarzt) von 18 Minuten sei vertretbar. Die bisherigen 15 Minuten würden nach Meinung Reumanns nicht der Realität in Baden-Württemberg entsprechen.

Innenminister Reinhold Gall hatte massive Kritik einstecken müssen, als er kürzlich die Pläne für eine geänderte Hilfsfrist in Baden-Württemberg vorstellte (wir berichteten).

Den Beitrag der „Badischen Zeitung“ lesen Sie hier.

(05.01.2015)

5 Responses to “Hilfsfristen: Realistische Zeiten angemahnt”

  1. David Dietz via Facebook on Januar 5th, 2015 15:15

    Da muss man halt mal ein paar Rettungswachen mehr bauen lassen und schon kann man viel besser die Fristen einhalten.
    Aber das könnte ja Geld kosten und da wir wissen, dass Geld wichtiger ist als ein Leben wird dies nie realisiert werden.

  2. Gerhard Mikulla via Facebook on Januar 5th, 2015 15:21

    Würde der Gesetzgeber hier einiges genauer regeln, würden auch keine Diskussionen über Kosten entstehen, es würde einfach gebaut und Menschen würde schneller geholfen…

  3. Patrick Weithaler via Facebook on Januar 5th, 2015 16:08

    Als ob sich die Gesundheit oder die Chancen der Patienten verbessert in dem man die Hilfsfrist verlängert? Wie dumm muss man sein?

  4. Markus Bela via Facebook on Januar 5th, 2015 16:13

    Effektiv wäre es eine Verbesserung der RTW-Hilfsfrist. Die wird aktuell bei 15 min. nicht immer eingehalten.

  5. JD on Januar 5th, 2015 22:43

    Wenn man mal ehrlich ist wären die 12 Minuten sogar eine Verbesserung! Man redet ja im Moment sowieso nur noch von den 15Min und die werden ja kaum wo eingehalten! Wenn man die 10Min nimmt wird es gar zappen duster! Ich bin mir sicher das man um die 12min Hilfsfrist einzuhalten in ganz BW noch etliche Standorte neu errichten müsste – gerade im ländlichen raum! Klar kann man über 18min für den NA streiten aber mal ehrlich wie oft ist es heute schon so das es so lange dauert? Aber bei allen Diskussionen bleibt dann erstmal abzuwarten ob der Gesetzgeber, die Kostenträger und die Leistungserbringer alles tun damit die Hilfsfristen dann auch flächendeckend und gesetzeskonform eingehalten werden, wovon ja aktuell fast niergendwo in BW die Rede sein kann!

Möchten Sie einen Kommentar schreiben?