Freispruch nach Tod eines Patienten


e9fe1e33-35e0-45ef-abb5-f9f8465ca0f0Leipzig (rd.de) – Das Landgericht Leipzig hat am Mittwoch (27.04.2016) zwei Rettungsdienst-Mitarbeiter vom Vorwurf der Körperverletzung mit Todesfolge freigesprochen.

Die Einsatzkräfte waren im März 2016 in eine Betreuungseinrichtung gerufen worden, um einen psychisch kranken Bewohner in eine Klinik zu bringen. Der Mann litt offenbar unter einer akuten Atemwegserkrankung. Darüber hinaus waren bei ihm weitere Vorerkrankungen bekannt.

Bevor der Transport begann, kam es zwischen dem Patienten und den beiden Einsatzkräften unvermittelt zu einer körperlichen Auseinandersetzung. Der Mann attackierte die Rettungsdienst-Mitarbeiter, die sich zur Wehr setzten und den Patienten zu Boden brachten. Gemeinsam versuchten die Einsatzkräfte, den Patienten ohne Hilfsmittel zu fixieren und zu beruhigen. Dabei kniete offenbar eine der Rettungskräfte auf der Brust des Betroffenen, worauf dieser einen Kreislaufstillstand erlitt und starb.

Das Gericht sprach die Rettungsdienst-Mitarbeiter vom Vorwurf der Körperverletzung mit Todesfolge frei. Der Tod trat offenbar infolge der akuten Lungen- bzw. Vorerkrankungen des Patienten ein und war keine Folge der Maßnahmen der Angeklagten.

(28.04.2016; Symbolfoto: Lukas Gojda/fotolia.com)

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