Ehemaliger Rettungsdienst-Mitarbeiter unter Mordverdacht


Wilhelmshaven (rd.de/ots) – Seit geraumer Zeit ermittelt die Staatsanwaltschaft Oldenburg gegen einen Krankenpfleger aus Norddeutschland. Ihm wird mehrfacher Mord vorgeworfen. Jetzt weitet die Staatsanwaltschaft ihre Recherchen auch auf jene Zeit aus, in der der Angeklagte für eine Hilfsorganisation in Wilhelmshaven tätig war.

Die Polizeidirektion Oldenburg teilte am Mittwoch (07.01.2015) mit, dass die sachleitende Oberstaatsanwältin entschieden hätte, die Ermittlungen gegen den Beschuldigten auch auf die rettungsdienstliche Tätigkeit des Beschuldigten auszudehnen.

Die Soko überprüft dazu nun auch alle Krankentransporte und sonstige Einsätze einer Wilhelmshavener Hilfsorganisation, an denen der Beschuldigte von März bis Oktober 2008 als Rettungsassistent beteiligt war. Die benötigten Unterlagen lägen der Soko bereits vor, heißt es in einer Mitteilung.

Seit September 2014 muss sich der Mann bereits vor dem Landgericht Oldenburg wegen dreifachen Mordes und zweifachen Mordversuchs verantworten. Im Klinikum Delmenhorst soll er Patienten ein Medikament gespritzt haben, das tödliche Herz- und Kreislaufprobleme auslösen kann. Inzwischen ermittelt die Sonderkommission „Kardio“ der Polizei in mehr als 100 Fällen.

(08.01.2015)

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