BBK-Präsident Unger: Stolz auf das Ehrenamt


Bonn (BBK) – „Über 1,7 Millionen ehrenamtliche Helferinnen und Helfer leisten jeden Tag Herausragendes für den Bevölkerungsschutz in Deutschland. Wir sind stolz über und dankbar für diese Leistung“, betonte der Präsident des Bundeamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) zum anstehenden jährlichen Internationalen Tag des Ehrenamtes am 5. Dezember.

Unger unterstrich, dass es für viele ehrenamtliche Helferinnen und Helfer ein großes Anliegen sei, Menschen zu helfen. „Wir wissen aus eigenen aktuellen Studien, dass ein wesentlicher Motivationsfaktor der Wunsch ist, sich für das Gemeinwesen zu engagieren. Dabei will eine Mehrheit ein kurzfristiges, projektbezogenes Engagement, welches sich den geänderten Lebens- und Arbeitsrealitäten anpasst. Gerade auch bei der Betreuung und Versorgung der Flüchtlinge haben die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer in Deutschland nachdrücklich gezeigt, welches hohe Engagement und welche Leistungsfähigkeit und -bereitschaft sie haben.“

Der BBK-Präsident betonte, dass der Bund im nächsten Jahr fünf Millionen Euro mehr bereitstellen werde, um Zivilschutzfahrzeuge zu beschaffen. „Das ist eine deutliche Anerkennung des ehrenamtlichen Engagements.“

Der Präsident stellte auch heraus, dass es noch Zielgruppen gebe, die noch stärker angesprochen werden müssten. Insbesondere seien Frauen, Migrantinnen und Migranten sowie Seniorinnen und Senioren unterrepräsentierte Zielgruppen. „Uns ist bewusst, dass an diesem Punkt der Bevölkerungsschutz nacharbeiten muss, da hier noch viel Potenzial für den Zivil- und Katastrophenschutz liegt.“

Er erläuterte weiter, dass das BBK vielseitige Angebote für das Ehrenamt mache. „Neben der umfangreichen Ergänzung der Ausstattung des Katastrophenschutzes der Länder, speziell durch die Einsatzfahrzeuge und Schulungen, schreibt das Bundesinnenministerium jährlich den vom BBK entwickelten Wettbewerb ‚Förderpreis Helfende Hand‘ aus, mit dem innovative Ideen und besondere nachhaltige Konzepte zur Förderung des Ehrenamts im Bevölkerungsschutz ausgezeichnet werden. Die dahinter stehende Leistung der ehrenamtlich Engagierten soll damit gewürdigt, anerkannt und stärker ins Licht der Öffentlichkeit gerückt werden. Wir versuchen natürlich darüber hinaus auch Kinder und Jugendliche für den Zivil- und Katastrophenschutz durch eigene Webseiten, Lehrmaterialien und zahlreiche andere Aktivitäten zu gewinnen. Dem Ehrenamt kommt auch eine große Bedeutung bei der Selbsthilfefähigkeit der Bevölkerung zu. Das ist und bleibt eine wichtige Daueraufgabe“, so Unger abschließend.

Informationen:
Verfolgen Sie bei Twitter den Förderpreis „Helfende Hand“ am 7. Dezember 2015 in Berlin unter @BBK_Bund bzw. http://twitter.com/BBK_Bund. Der Bundesinnenminister zeichnet Ideen und Konzepte aus, die das Interesse der Menschen für das Ehrenamt im Bevölkerungsschutz wecken. Zudem werden Unternehmen, Einrichtungen und Personen geehrt, die den ehrenamtlichen Einsatz ihrer Mitarbeiter vorbildlich begleiten bzw. Unterstützer, die den Bevölkerungsschutz in besonderer Weise fördern. Die Auszeichnung wird seit 2009 jährlich verliehen.

(04.12.2015)

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