Produkt: Rettungs-Magazin 5/2019
Rettungs-Magazin 5/2019
Interview zur Interschutz 2020+++Reportage Christoph Westfalen+++Drohneneinsatz im Katastrophenschutz+++Rettungsdienst in Bremerhaven+++Erster RTW von MAN

Spontane Geburt vor der Klinik

(Bild: Markus Brändli)München (ots) – Am frühen Dienstagmorgen (05.05.2020) wurden die Rettungskräfte in München zu einer vermeintlichen Hausgeburt alarmiert. Da nach einer kurzen Untersuchung klar war, dass bei der Schwangeren noch keine Eile bestand, entschieden sich die Rettungskräfte, die Frau in eine Klinik zu bringen.

Die Schwangere wurde mit einem Notarztwagen in Begleitung des Kindernotarztes und eines Rettungswagens mit Inkubator in eine Münchner Klinik zur Entbindung gefahren. Der RTW fuhr vorsichtshalber als sogenannte „Wärmestube“ für das Neugeborene mit, falls die Geburt doch unterwegs beginnen sollte.

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Als der RTW vor der Klinik eintraf, kam den Einsatzkräften ein Pärchen entgegen. Die Frau sagte, sie würde ins Krankenhaus müssen, da sie schwanger sei und das Köpfchen des Babys schon herausschaue.

Sofort erkannte der Einsatzleiter vom RTW den Ernst der Lage und brachte die werdenden Eltern zu seinem Einsatzfahrzeug. Er verschaffte sich im Rettungswagen Platz und wandelte ihn kurzerhand in einen Kreißsaal um. Und schon ging die spontane Geburt los.

Die Leitstelle schickte den Kindernotarzt zum Rettungswagen, rief in der Klinik an und wies eine Ärztin an, ebenfalls zum RTW zu kommen. Nach ein paar geübten Handgriffen der RTW-Besatzung erblickte die kleine Jana um 04:39 Uhr das Licht der Welt.

Die Kollegen führten eine erste Untersuchung durch, wickelten das Neugeborene in Decken und legten es der Mama auf die Brust. Die eintreffenden Ärzte übernahmen die weitere Versorgung und ließen den Vater die Nabelschnur durchtrennen. Anschließend brachten sie die Eltern und das Neugeborene in die Klinik.

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Kommentar zu diesem Artikel

  1. ” EINSATZLEITER ”

    Eine schöne und sicherlich gute fachliche Leistung der Kollegen/in, die an diesem Sontangeburt-Einsatz beteiligt waren; prima !!!

    Allerdings bedarf es im Hinblick darauf, nun auch unser “rettungsdienst.de” sich der Definition “Einsatzleiter” in der Berichterstattung von Einsätzen bedient, zu denen tatsäch gar keine Einsatzleiter tätig wurden, wird sicherlich einer Richtigstellung über diese Funktion erforderlich, zumal in TV-Serien (über Feuerwehr/Rettungsdienst), deren Anschauen sich keineswegs lohnt oder empfehlenswert ist !!, ebenfalls mit Untertiteln die Begrifflichkeit “Einsatzleiter” völlig verfälscht wird.
    Leider führte die so genannte “späte Rache der Allierten” im Nachkrieg zum Föderalismus, der in vielerlei Hinsicht keine bundeseinheitlichen Regelungen zulässt, bzw. diese nicht vorschreibt.
    So kann jedes Bundesland, teils auch Landkreise und Stadtstaaten Funktionsträger unterschiedlich betiteln und beauftragen oder bestellen.

    Ein Einsatzleiter – unerheblich ob im Rettungsdienst oder Feuerwehr und KatS – sitzt weder auf einem RTW/KTW oder in einem Löschgruppenfahrzeug. Seine Funktionsbezeichnungen weichen – meist bis auf den OrgL – ebenfalls bundesländerspezifisch erheblich voneinander ab; ebenfalls auch in den Feuerwehren. (Darüber hinaus gibt es auch noch “Leiter Rettungsdienst” , die nicht einsatzleitend fungieren, sondern sich nur um personelle und innerorgsanisatorische Dinge kümmern).
    Der tatsächliche Einsatzleiter koordniert Einsatzlagen vor Ort und organisiert unterschiedlichste Erfordernisse. Denn Rettungsdienst und Feuerwehr und KatS “führen von vorn” im Gegensatz zur Polizei, die i.d.R. “von hinten führt”.
    Würde daher in solchen Berichterstattungen zu lesen sein, dass der/die “Verantwortliche des RTW” (i.d.R. ist dies der/die dienstältere oder der/die Mitarbeiter/in mit der höherwertigen Ausbildung – z.B. RettSan und Notfallsanitäter) – diese und jene Tätigkeiten ausübte, so wäre dies der einzig richtige Terminus und würde dann auch gegebenen Tatsachen entsprechen.-
    Dass die schon eingangs erwähnten Feuerwehr-und Rettungsdienst-TV-Shows meist falsche und völlig unzutreffende Bezeichnungen verwenden (nur als Beispiel den sehr relevanten Unterschied : “retten” und “bergen”) und somit grundsätzlich falsch nennen, darf nicht den Filmemachern, sondern den fachlichen Feuerwehr-u. Rettungsdienst-Beratern, die immer grundsätzlich (hinter der Kulisse”) mitwirken, angelastet werden.
    Unsere Fachzeitschrift und Online-Organ “Rettungsdienst” arbeitet sicherlich fachlich besonders fundiert und könnte daher solche “Fehler” besser ausschliessen.
    Alexander Becht

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