Reanimation nach Seenotfall auf der Jade

(Bild: Jonas Schuetze/DGzRS)Hooksiel (DGzRS) – Etwa auf halber Strecke zwischen Hooksiel und Horumersiel (Niedersachsen) ist am Sonntagnachmittag (05.05.2019) eine Segelyacht auf der Außenjade gekentert.

Gegen 16.15 Uhr erfuhr die Seenotleitung Bremen der DGzRS von dem Seenotfall. Ein Beobachter an Land hatte den Polizeinotruf gewählt. Eine rund zehn Meter lange Segelyacht war eine knappe Dreiviertelseemeile (rund 1,2 Kilometer) vor der Küste gekentert. Vier Menschen befanden sich in Seenot.

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Der Seenotrettungskreuzer „Bernhard Gruben“ aus Hooksiel ließ unverzüglich sein Tochterboot „Johann Fidi“ zu Wasser, noch bevor er selbst ablegen konnte. Zwei Rettungsmänner nahmen mit ihm Kurs auf den Unglücksort. Der Seenotrettungskreuzer folgte seinem Tochterboot.

Rund zehn Minuten nach der Alarmierung waren die Seenotretter vor Ort. Drei Männer (26, 28 und 55 Jahre alt) saßen auf dem Rumpf des gekenterten Bootes. Eine bewusstlos im Wasser treibende Frau konnte von ihnen nicht erreicht werden. Die Rettungsmänner nahmen die 49-Jährige an Bord des Tochterbootes und stellten bei der Frau einen Kreislaufstillstand fest. Sofort begannen sie mit der Wiederbelebung.

Währenddessen stiegen die drei Segler vom Rumpf der gekenterten Yacht auf das Tochterboot über.

Die Seenotretter hatten unterdessen den Landrettungsdienst alarmiert. Im Hafen von Hooksiel übergaben sie die Geretteten an Feuerwehrleute und die Besatzung des Rettungshubschraubers „Christoph 26“ aus Sande, der direkt am Liegeplatz der „Bernhard Gruben“ gelandet war. Alle Bemühungen, die 49-jährige Frau zu retten, blieben erfolglos.

Das Seenotrettungsboot „Baltrum“ der Freiwilligen-Station Horumersiel nahm die kieloben treibende Segelyacht auf den Haken, um sie aus dem Gefahrenbereich zu schleppen.

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