Produkt: Rettungs-Magazin 5/2019
Rettungs-Magazin 5/2019
Interview zur Interschutz 2020+++Reportage Christoph Westfalen+++Drohneneinsatz im Katastrophenschutz+++Rettungsdienst in Bremerhaven+++Erster RTW von MAN

Erneute Angriffe auf Rettungsdienst-Mitarbeiter

(Bild: (Symbol) Markus Brändli)Erfurt/Nürnberg (ots) – Erneut wurden am Wochenende Mitarbeiter des Rettungsdienstes an der Einsatzstelle Opfer aggressiven Verhaltens.

In Erfurt (Thüringen) wurde am frühen Sonntagmorgen (01.12.2019) ein Rettungswagen zu einer hilflos auf dem Boden liegenden Person alarmiert. Als die Rettungskräfte dem 27-jährigen Patienten helfen wollten, sich aufzurichten, griff dieser die Einsatzkräfte unvermittelt an. Einer der Rettungsdienst-Mitarbeiter zog sich dabei laut Polizei eine Verletzung am Bein zu.

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Die RTW-Besatzung flüchtete in ihr Fahrzeug und forderte die Polizei nach. Daraufhin ließ der Angreifer seine Aggressionen am Rettungswagen aus. Der durch ihn verursachte Sachschaden wird auf rund 200 Euro geschätzt.

Als die Polizei eintraf, hatte sich der 27-Jährige bereits entfernt. Dennoch konnte ihn die Polizei etwa zwei Stunden später ermitteln: Aus einem Seniorenheim war die Nachricht eingegangen, dass dort unter einem Essenstisch eine unbekannte männliche Person liegen und schlafen würde. Die Polizeibeamten identifizierten den Mann als den Angreifer der Rettungskräfte. Ihm stehen jetzt Verfahren wegen Körperverletzung, Angriff auf Rettungskräfte, Sachbeschädigung und Hausfriedensbruch bevor.

In Nürnberg (Bayern) wurde der Rettungsdienst ebenfalls am Sonntagmorgen (01.12.2019) gegen 02:00 Uhr zu einer jungen Frau mit nicht näher bekannten gesundheitlichen Schwierigkeiten gerufen. Die RTW-Besatzung brachte die Patientin ins Fahrzeug und versorgte die junge Frau. Ihr 17-jähriger Begleiter wollte ebenfalls in den Rettungswagen, was ihm von den Rettungskräften verwehrt wurde. Daraufhin schlug der junge Mann nach Polizeiangaben mit einem Gegenstand mehrere Scheiben des Rettungswagens ein und verletzte dadurch eine der behandelnden Rettungskräfte. Außerdem riss er die Scheibenwischer des Wagens ab.

Nachgeforderte Polizeibeamte nahmen den Mann vor Ort fest. Er war laut Polizei alkoholisiert (1,7 Promille). Gegen den Tatverdächtigen wurde umgehend Haftbefehl erlassen. Nach seiner Ausnüchterung wurde er einem Ermittlungsrichter beim Amtsgericht Nürnberg vorgeführt. Der junge Mann wird sich wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung und gemeinschädlichen Sachbeschädigung verantworten müssen.

Der Rettungswagen war nach dem Zwischenfall nicht mehr einsatzbereit. Der am Fahrzeug entstandene Schaden wird auf etwa 10.000 Euro geschätzt. Die verletzte Rettungsdienst-Mitarbeiterin musste in einem Krankenhaus behandelt werden.

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