Das war unser letzter Klinikblock


20140811-IMG_2336Den September verbrachten wir zu 95 Prozent in der Klinik – unserem letzten Klinikblock in der Ausbildung. Wir durchliefen eine Woche die Anästhesie, eine Woche die Notaufnahmestation (NAST) und zwei Wochen in der Zentralen Notaufnahme (ZNA).

Stefanie Hahl und Sebastian Hanisch absolvieren beim DRK-Rettungsdienst Mittelhessen ihre Ausbildung zum Notfallsanitäter. Seit August 2014 berichten sie auf www.rettungsdienst.de einmal im Monat über ihre Erfahrungen und Erlebnisse als angehende Notfallsanitäter.

In jeder der Abteilungen war das Arbeiten komplett unterschiedlich. In der Anästhesie durften wir unsere erlernten invasiven Maßnahmen nochmals vertiefen. In der ZNA gab es neben pflegerischen Tätigkeiten auch viele Schockräume zu sehen.

Es kamen viele Patienten rein, die primär erfolgreich reanimiert worden waren. Ein Patient wurde mit einem externen Thoraxkompressionssystem versorgt. Ich hatte davon bis dahin immer nur gehört, jetzt sah ich es zum ersten Mal selbst. Diesen Eindruck werde ich nicht vergessen.

Diesen Patienten begleitete ich bis ins Katheterlabor, wo wir dann noch manuell weiter reanimiert haben. Das war eine interessante Erfahrung, da ich noch nie im Stehen reanimiert habe – was komplett anderes als das, was wir sonst in unseren Rea-Trainings in der Schule machen.

Die ZNA war schon interessant, jedoch gefiel mir auch in diesem Block die Anästhesie am besten.

Eure Steffi

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20140811-IMG_2342Auch ich kann euch über vier schöne Wochen im Krankenhaus berichten. Es war unser letztes Krankenhaus-Praktikum am Uni-Klinikum in Marburg. Wir durchliefen die letzten Stationen, erneut die Anästhesie für eine Woche und dann folgten drei Wochen Zentrale Notaufnahme, also da, wo wir unsere Patienten hinbringen.

Ich fange mal mit der Anästhesie an. In der Anästhesie- bzw. OP-Abteilung frischten wir die Intubation auf und sprachen über Narkosen im Rettungsdienst. Da wir schon mal über die Anästhesie berichtet haben, halte ich mich jetzt recht kurz. Die meisten Leute, die dort arbeiten, kannte ich noch. Es gab ein paar Modernisierungen. Ganz neu war der neurochirurgische OP-Saal inklusive Computertomographen, kurz CT. Es war interessant, dort zu arbeiten, denn es war alles sehr modern und die CT-Bilder werden dort in 3D abgebildet.

Nach einer Woche ging es dann in die Notaufnahme. Hier machten wir erst mal einen kleinen Rundgang. Dabei wurden uns die Räumlichkeiten näher gezeigt, also wo liegt/steht/finden wir was. Die Abteilungen und Kollegen waren mir persönlich schon aus den jeweiligen Diensten auf dem Rettungswagen bekannt.

So, was passiert jetzt mit einem klassischen Herzinfarkt? Er wird von den Ärzten komplett untersucht, erneut werden ein EKG abgeleitet und Blut abgenommen (wenn nicht schon im Rettungswagen geschehen). Oftmals kommen die Patienten dann auch gleich ins Herzkatheterlabor.

Im Praktikum hatte ich an einem Tag auch gleichzeitig zwei Reanimationen. Das war recht anstrengend, man wurde echt gefordert.

Was ich sehr schön fand: Man dort von den Krankenschwestern und Gesundheitspflegern nicht als kleiner, blöder Azubi angesehen.

Euer Basti

(07.10.2016)

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