Produkt: Rettungs-Magazin 5/2019 Digital
Rettungs-Magazin 5/2019 Digital
Interview zur Interschutz 2020+++Reportage Christoph Westfalen+++Drohneneinsatz im Katastrophenschutz+++Rettungsdienst in Bremerhaven+++Erster RTW von MAN

Kostenlose Rettungsassistentenausbildung weiterhin erfolgreich

DRK Auszubildende 2011 (Foto: DRK)Lübeck (DRK) – 16 Auszubildende haben gestern in Lübeck ihre dreijährige Ausbildung zur Rettungsassistentin bzw. zum Rettungsassistenten begonnen. Nach einem mehrstufigem Aufnahmetest, steht der mit einer Ausbildungsvergütung versehenen Ausbildung nichts mehr im Wege.

Für diese Ausbildungsplätze bewarben sich weit über 100 Personen aus ganz Deutschland. Die Auswahl erfolgte in einem mehrstufigen Verfahren, welches unter anderem auch einen Sporttest und einen schriftlichen Test umfasste.

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Üblicherweise müssen Interessenten für das Berufsbild „Rettungsassistent“ ihre Ausbildung selbst finanzieren und Schulgeld bezahlen. Das Ausbildungsmodell des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) in Schleswig-Holstein bietet dazu eine Alternative. Hier werden die Auszubildenden, wie in den meisten anderen Berufen selbstverständlich, bei einem Rettungsdienst für drei Jahre fest angestellt. Sie erhalten eine Ausbildungsvergütung, Lehrmaterialien und natürlich die kontinuierliche Betreuung und Förderung durch ihren Arbeitgeber. Zudem trägt der Rettungsdienst die Kosten für die schulischen Ausbildungsteile. Darüber hinaus gibt es zusätzliche Ausbildungsinhalte wie zum Beispiel den Erwerb des Führerscheins der Klasse C1.
Für die Rettungsdienste birgt dieses Ausbildungsmodell die Möglichkeit, gut ausgebildeten Nachwuchs zu bekommen. Die Auswahl geeigneter Bewerber und die anschließende Ausbildung in eigener Regie ist ein wichtiges Element zur Qualitätssicherung der schleswig-holsteinischen DRK-Rettungsdienste.

Das Ausbildungsmodell beim DRK in Schleswig-Holstein läuft bereits seit 2000 ohne Unterbrechung. Inzwischen ist es zum Vorbild für mehrere andere Rettungsdienste geworden. Die Auszubildenden des Jahrgangs 2011 kommen aus den DRK-Rettungsdiensten in den Landkreisen Herzogtum Lauenburg, Ostholstein, Schleswig-Flensburg und Segeberg sowie von DRK und Johannitern aus Lübeck. Auch 2012 werden wieder Ausbildungsplätze zur Verfügung gestellt werden. Informationen über den Ausbildungsgang gibt es auf der Homepage der DRK-Rettungsdienstschule Schleswig-Holstein unter www.drk-rettungsschule-sh.de.

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Kommentare zu diesem Artikel

  1. Die Überschrift ist etwas irreführend-kostenlos ist die Ausbildung ja nicht.
    Man muß dass auf 3 Jahre hochrechnen!

    1. Jahr Schulgeld: -4.000 Euro
    2. Jahr (Anerkennungsjahr): 9.000 Euro Ausbildungsvergütung
    3. Jahr (normale Berufstäigkeit): 24.000 Euro Gehalt

    Unter dem Strich 29.000 Euro im Plus nach drei Jahren, abzüglich Führerschein, bleiben 27.000 Euro, zzgl. Bafög etc..

    Alles in allem denke ich, dass die Kosten nur umverteilt werden.

    Ich finde eine dreijährige Ausbildung gut, sofern die Teilnehmer nicht monatelang Patiententransfer fahren müssen oder in Erste-Hilfe-Kursen stehen. Denn das hat für mich nichts mit einer RettAss-Ausbildung zu tun

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  2. @ Martin

    du darfst aber die Lebenshaltungskosten nicht vergessen, die du ja im schulischem Jahr normalerweise noch aufbringen musst.

    Ich finde das System gut, aber 2 Jahre würden vollkommen reichen.

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