Fahrzeugnotruf eCall auf Europatour


Zwischenstopp des eCall-Testfahrzeugs an der Allianz-Repräsentanz am Brandenburger Tor. (Foto: AvD)

Zwischenstopp des eCall-Testfahrzeugs an der Allianz-Repräsentanz am Brandenburger Tor. (Foto: AvD)

Frankfurt (pm) – Auch in der Hauptstadt ist das Fahrzeugnotrufsystem eCall nun getestet worden: Auf seiner Tour durch Europa hat ein mit modernster Technik ausgestattetes Auto im Rahmen des „European eCall Trials“ einen Zwischenstopp in Berlin eingelegt.

Der Feldversuch von NXP und Partnern läuft seit genau einer Woche, unterstützt vom Automobilclub von Deutschland (AvD). Die von BMW zur Verfügung gestellten Fahrzeuge sind in Madrid, Athen und Helsinki gestartet und fahren sternförmig auf Brüssel zu, wo sie am 25. November erwartet werden. Der europaweit angelegte Test des Fahrzeugnotrufsystems eCall soll zeigen, dass eine Technologie bereitsteht, die mit den unterschiedlichen Standards der einzelnen Länder kompatibel ist und helfen kann, Leben zu retten.

Bei Verkehrsunfällen baut das Telematik-System automatisch eine Verbindung zur Notrufzentrale auf und überträgt dabei wichtige Daten wie Zeitpunkt, Koordinaten des Unfallorts, Zahl der Insassen und weitere Informationen an eine Rettungsleitstelle. Auch eine manuelle Auslösung des eCall ist möglich. Das Ziel des Notrufs ist es, eine Zeitersparnis von 40 bis 50 Prozent bis zum Eintreffen der Rettungskräfte zu erreichen.  Am Feldversuch („European eCall Trial“) beteiligt sind neben dem Halbleiterspezialisten NXP Semiconductors die Partnerunternehmen BMW, IBM, Allianz OrtungsServices, Dekra, Deutsche Telekom AG M2M Competence Center, Touring, UAMK und der AvD, so dass ein Großteil der Rettungskette bei dieser Initiative abgedeckt ist.

„eCall kann einen entscheidenden Beitrag zur Verkehrssicherheit leisten. Bei einem flächendeckenden Einsatz in Europa könnten jedes Jahr bis zu 2500 Menschenleben gerettet werden“, erläutert AvD Präsident Rudolf Graf von der Schulenburg. „Deshalb begrüßt der AvD, dass diese Technologie kontinuierlich weiterentwickelt wird und europaweit eingeführt werden soll.“

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