Wien: Mit Frauenpower Leben retten


Wien: Der RTW mit weiblicher Besatzung ist einsatzbereit (Foto: ASBÖ)

Wien: Der RTW mit weiblicher Besatzung ist einsatzbereit (Foto: ASBÖ)

Wien (ots) – Premiere in Wien: vier freiwillige Sanitäterinnen der vier großen Rettungsorganisationen sind gemeinsam für Wien im Einsatz. Ein ganz besonderes Ereignis, denn noch nie zuvor wurde ein Rettungswagen ausschließlich von freiwilligen Frauen der „Vier für Wien“ besetzt.

„Wir wollten ursprünglich ein Zeichen setzen und den Wienern die gute Zusammenarbeit unserer Rettungsorganisationen deutlich zeigen“, berichtet Romana Kandioler, Notfallsanitäterin und eine der Frauen am Rettungswagen über den Ursprung der Idee. „Dann haben wir vier uns gedacht, es wäre auch höchste Zeit, dass wir die Premiere der Vier für Wien auf einem Wagen mit einer Premiere von vier Frauen für Wien verbinden“, so die langjährige Rotkreuz-Freiwillige weiter.

Wiener Rotes Kreuz, Wiener Samariterbund, Johanniter und Malteser arbeiten für die optimale Sanitätsversorgung der Bevölkerung Wiens schon lange erfolgreich mit der Gemeinderettung zusammen. Die „Vier für Wien“ sind so zu einem Garant für rasche Hilfe geworden. Dass es im Zuge des Europäischen Jahres der Freiwilligkeit nun zu diesem ganz besonderen Dienst kommt, haben die vier Frauen, die alle neben ihrer freiwilligen Tätigkeit auch als Ausbildungsbeauftragte für ihre jeweilige Organisation arbeiten, ganz bewusst geplant.

„Eine große Kollegialität und das gemeinsame Bekenntnis zu höchster Qualität verbindet die vier Organisationen“, erklärt Elisabeth Zwingraf, Schulungsleiterin des Wiener Samariterbundes. „Das wollen wir mit dieser Aktion zum Ausdruck bringen. Gleichzeitig wollen wir noch mehr Frauen Mut machen, sich als ehrenamtliche Rettungssanitäterinnen zu engagieren“, so Zwingraf weiter. So ist zwar die Hälfte der Freiwilligen zum Beispiel beim Roten Kreuz weiblich, aber vor allem in den hoch spezialisierten Bereichen ist immer noch ein großer Aufholbedarf zu bemerken.

Ähnlich ist es beim Malteser Hospitaldienst: „Mehr als die Hälfte unserer Mitglieder bundesweit sind weiblich, ebenso fast vierzig Prozent der Funktionäre. Nur bei den Notfallsanitätern stellen wir nicht einmal ein Viertel – da wollen wir ein Zeichen setzen!“, so Marie Grave, Referatsleiterin für Ausbildung beim Malteser Hospitaldienst, Bereich Wien.

Freiwillig etwas bewegen, Menschen hilfreich zur Seite zu stehen, aber auch andere dazu befähigen, selbst aktiv zu werden und im Notfall nicht hilflos zu sein: das sind die Ziele, die alle vier Frauen am Rettungswagen mit voller Power verfolgen.

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