Wanderer stürzt im Nebel aus Felswand


Rorspitzli (rega) – Rega und Retter des Schweizer Alpen-Clubs (SAC) haben am Samstagmittag in einer mehrstündigen Aktion am Rorspitzli (UR, 3220 m) einen Hochgebirgswanderer gerettet. Der 33-jährige Deutsche hatte sich zusammen mit zwei Gefährten im Nebel verirrt. Er stürzte in der Folge rund 100 Meter über eine steile Felswand ab. Dabei zog er sich schwere Verletzungen zu.  
 
Die drei Wanderer hatten sich im Aufstieg von der Salbit-Hütte zum Rorspitzli befunden, als sie im Nebel die Orientierung verloren. Plötzlich befanden sie sich mitten im steilen, felsigen Gelände – ohne die dort notwendige Ausrüstung wie Helm und Bergseil. Folglich glitt einer der Berggänger aus und stürzte in die Tiefe.

Weil die Sichtverhältnisse den Einsatz der Helikopter nur beschränkt erlaubten, wurden mehrere Retter des SAC zusammen mit dem Rega-Arzt unterhalb der Unfallstelle abgesetzt. Zu Fuss erreichten sie den Abgestürzten und konnten ihn medizinisch versorgen, stabilisieren und für den Transport vorbereiten.

Da die Sichtverhältnisse im Unfallgebiet – auf fast 3000 Metern über Meer – weiterhin unter dem notwendigen Minimum für eine Helikopterbergung lagen, bereiteten sich die Retter auf einen beschwerlichen Abstieg zu Fuss vor und es wurden weitere Helfer ins Gebiet geflogen.

Während dieser Flugaktion öffnete sich unvermittelt ein „Fenster“ im Nebel und der Rega-Heli konnte den Patienten unweit der Unfallstelle schwebend aufnehmen.

In stabilem Zustand wurde der Gerettete ins Kantonsspital Luzern geflogen. Unter Anleitung der Retter konnten schliesslich auch die beiden Kameraden des Verunfallten zu Fuss absteigen.

Am Einsatz waren nebst der Rega auch Helfer des SAC beteiligt: Vier Retter der Rettungsstation Göschenen, ein Helikopter-Rettungsspezialist sowie der Hüttenwart der Salbithütte. Ausserdem kam ein Helikopter der Heli Gotthard aus Erstfeld zum Einsatz.

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