CO-Vergiftung beim Grillen mit Holzkohle


Münster (BF) – In den Nachmittagstunden des Donnerstags wurde der Rettungsdienst der Feuerwehr Münster zu einem sechsjährigen Mädchen mit vermutetem Schwächeanfall gerufen. Bei der Untersuchung des Kindes zeigten sich Anzeichen einer Kohlemonoxid-Vergiftung. Die 11 und 14 Jahre alten Brüder sowie die Eltern wiesen bei näherer Untersuchung durch den Rettungsdienst ebenfalls Krankheitszeichen auf.

Zuvor hatte die Familie auf einem Holzkohlegrill auf der Terrasse des Hauses gegrillt. Ein kurzer Regenschauer zwang die Familie, denn Grill kurzzeitig in die Nähe des Hauseinganges zu verlegen. Durch die ungünstigen Windverhältnisse wurde das bei der Verbrennung der Holzkohle freigesetzte Kohlenmonoxid ins Hausinnere gedrückt.

Der Rettungsdienst behandelte die fünf Patienten sofort mittels Sauerstoff, die Sauerstofftherapie wurde anschließend im Krankenhaus fortgesetzt.

Die Feuerwehr Münster warnt in diesem Zusammenhang vor dem Grillen mit Holzkohle innerhalb von Gebäuden oder in deren Eingangsbereichen. Der Einsatz macht deutlich, dass Vergiftungen mit Kohlenmonoxid, das bei  Verbrennungsprozessen entstehen kann, besonders heimtückisch sind. Die Opfer merken häufig bis zur eintretenden Bewusstlosigkeit nicht, dass sie sich in tödlicher Gefahr befinden.

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