Verfahren eingestellt: Notarzt kam rechtzeitig


Koblenz (rd.de) – Der schwere Unfall an der B62 im Landkreis Altenkirchen, bei dem ein 27-jähriger ums Leben kam, weil ein Notarzt per Hubschrauber aus Koblenz eingeflogen werden musste, wird kein juristisches Nachspiel haben. Die Ermittlungen werden eingestellt.

Der durch die Angehörigen erhobene Vorwurf der unterlassenen Hilfeleistung ließ sich nicht aufrecht erhalten. Während die Angehörigen geltend machen, dass erst 50 Minuten nach dem Unfall ein Notarzt zur Stelle gewesen sei, kommt die Staatsanwaltschaft nach Auswertung des Flugbuches und den Notarzteinsatzprotokoll zu dem Ergebnis, dass der Rettungshubschrauber bereits 20 Minuten nach dem Unfall vor Ort war.

In einer Presseerklärung erläutert Oberstaatsanwalt Dr. Horst Hund, dass der Rettungshubschrauber um 11.51 Uhr an seinem Standort in Koblenz alarmiert und der Einsatz des Notarztes nach Landung am Ereignisort sodann um 12.10 Uhr begonnen wurden. Der Unfall wurde um 11.50 Uhr gemeldet. Die Hilfeleistung der Rettungskräfte war somit ohne jegliche Verzögerung erfolgt. Ein strafrechtlich relevanter Vorwurf war den Rettungskräften somit nicht zu machen.

Der Unfall vor einigen Wochen sorgte für Schlagzeilen, weil keiner der Notarztstandorte im Kreis Altenkirchen den Einsatz übernehmen konnte. Die Bürger machten ihren Unmut über die mangelhafte Notarztversorgung Luft und brachten die Politik unter Handlungsdruck.

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