Trockener November bringt ungewöhnliche Einsätze


Bremen (rd.de) – Der besonders trockene November bringt ungewöhnliche Einsätze mit sich. In Bayern und Österreich kämpft man gegen Waldbrände, am Rhein liegen plötzlich Sprengkörper auf dem Trockenen.

Seit Sonntagnachmittag brennt die Südflanke des Falkenberges bei Fall. Sechs Hubschrauber sind für Löscharbeiten im Einsatz. Die Feuerwehren aus Lenggries, Wegscheid, Winkl und Wallgau rückten zur Brandbekämpfung zum Sylvensteinstausee aus. Die gesamte betroffene Waldfläche umfasst etwa 16 Hektar. Die Löscharbeiten gestalten sich schwierig. Das Landratsamt Bad-Tölz/Wolfratshausen löste Katastrophenalarm aus.

Schon am Monatsanfang waren die Einsatzkräfte im bergigen Wiesenbereich am Seeberg bei einem Bergwaldbrand im Großeinsatz.

Waldbrände wüten auch in Österreich. Am Freitagnachmittag ist das österreichische Bundesheer bereits zum vierten Mal innerhalb einer Woche zum Waldbrandeinsatz ausgerückt. Zwei Hubschrauber des Typs Alouette III sind nach einem Waldbrand im Lachtal (Steiermark) gestartet, um von der Luft aus das Feuer zu löschen.

Düsseldorf meldete gestern den niedrigsten November-Rheinpegel seit 100 Jahren. In der Folge werden Sprengkörper aus den Zweiten Weltkrieg plötzlich freigegeben. In Koblenz musste der Kampfmittelräumdienst des Landes Rheinland-Pfalz am Sonntag ein Tarnnebelfass sprengen. Die Einsatztaucher gingen Hinweisen nach weiteren Sprengkörpern nach und wurden prompt fündig. Sie fanden ganz in der Nähe eine Luftmine aus dem zweiten Weltkrieg, die auf der rechtsrheinischen Seite in Pfaffendorf liegt. Die Luftmine soll am 4. Dezember entschärft werden. Stets sind bei diesen Maßnahmen auch betroffene Anwohner zu evakuieren.

In Köln Rodenkirchen wurde am Wochenende eine 15 Kilogramm schwere Brandbombe aus dem Rhein geborgen und entschärft. Die Kölner Behörden empfehlen Passanten etwaige Sichtungen sofort der Polizei zu melden.

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