STOP – Nadelstichverletzungen im Gesundheitsdienst


Dortmund (BAuA) – Das 2005 gestartete Projekt „Stop-Nadelstich“ durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) und durch die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) ist abgeschlossen. Am 6. November 2008 wird in Berlin Bilanz gezogen.

Experten gehen von schätzungsweise 1.600 Unfällen durch Nadelstichverletzungen täglich in Deutschland allein im stationären Bereich aus. Diese Verletzungen durch bereits verwendete spitze und scharfe Gegenstände wie zum Beispiel Kanülen, Lanzetten oder auch Skalpellen sind die häufigste Ursache für Infektionen mit blutübertragbaren Krankheitserregern im Gesundheitswesen. Im Rahmen des Modellprogramms zur Bekämpfung arbeitsbedingter Erkrankungen wurde seit 2005 das Projekt „STOP – Sicherheit durch Training, Organisation und Produktauswahl“ durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) gefördert und durch dieBundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) fachlich betreut.

Am Donnerstag, 6. November 2008, schließt ein Symposium in der BAuA – Berlin von 10:30 Uhr bis 15:00 Uhr das Projekt ab. Dabei präsentiert die Abschlussveranstaltung des Projektes Konzepte und Programme, um Schnitt- und Nadelstichverletzungen im Gesundheitsdienst zu verringern. Im Rahmen des Projektes wurde gezeigt, wie sich die Anforderungen der Technischen Regel Biologische Arbeitsstoffe (TRBA) 250 in verschiedenen Einrichtungen des Gesundheitsdienstes umsetzen lässt. Durch den Einsatz sicherer Instrumente lässt sich hier das Risiko einer Infektion drastisch senken.

Zudem stellt das Symposium Konzepte und Materialien für das sichere Arbeiten im Gesundheitsdienst vor, die im Laufe des Projektes erarbeitet wurden. Dazu gehören ein auf E-Learning basierendes Fortbildungsprogramm, eine Memocard für die Kitteltasche mit Hinweisen zu den Erstmaßnahmen nach einer Nadelstichverletzung, ein Musterkoffer mit sicheren Instrumenten sowie ein Praxishandbuch zur Prävention von Schnitt- und Nadelstichverletzungen.

Die Abschlussveranstaltung richtet sich an Arbeitsmediziner, Fachkräfte für Arbeitssicherheit, Betriebs- und Personalräte, Mitarbeiter der Aufsichtsbehörden und Unfallversicherungsträger sowie Akteure im Gesundheitswesen. Als Fortbildungsveranstaltung hat die Ärztekammer Berlin das Symposium mit vier Fortbildungspunkten zertifiziert.

Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung jedoch erforderlich.

Kontakt und Anmeldung:

Heidemarie Teubner, Tel. 030 51548-4292, Fax 030 51548-4743, E-Mail:
teubner.heidemarie@baua.bund.de

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