Sexueller Missbrauch im Krankentransport?


München (pol) - Die Staatsanwaltschaft München I und das Kommissariat 15 der Münchner Polizei ermitteln derzeit gegen einen 39-jährigen Mitarbeiter eines Krankentransportunternehmens. Der Mann steht unter dem Verdacht, eine Vergewaltigung in Tateinheit mit vorsätzlicher Körperverletzung begangen zu haben. 


Nach Angaben der Polizei habe eine 87-jährige, an Altersdemenz erkrankte Frau angegeben, dass sie auf dem Transport von der Kurzpflegeeinrichtung zum Altenheim sexuell belästigt worden sei. Der Mann habe sie ausgezogen, begrapscht und zum Oralverkehr genötigt. Nach Erlass eines Haftbefehls wurde der Tatverdächtige am Freitagmorgen durch das Kommissariat 15 festgenommen und dem Ermittlungsrichter vorgeführt.

Nach ihrer Ankunft teilte die 87-jährige Seniorin den Vorfall ihrer Tochter mit, die sie im Altenheim erwartete. Die Tochter verständigte dann die Polizei. Die an Altersdemenz erkrankte Frau wurde zwischenzeitlich durch den Ermittlungsrichter vernommen. Über den Krankentransportunternehmer konnte der 39-jährige Mitarbeiter ermittelt werden. Gegen ihn wurde durch das Amtsgericht München auf Antrag der Staatsanwaltschaft München I Haftbefehl erlassen.

Der Beschuldigte arbeitete seit April 2005 für das Krankentransportunternehmen, das bisher kriminalpolizeilich noch nicht in Erscheinung getreten ist. Derzeit werde geprüft, ob er noch für weitere sexuelle Übergriffe in Frage kommt, heißt es in einer Mitteilung der Polizei.

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