Seenotretter im doppelten Einsatz


Die "Hermann Helms" am kleinen Anleger der Bohrinsel „Mittelplate“. Foto: DGzRS

Die „Hermann Helms“ am kleinen Anleger der Bohrinsel „Mittelplate“. Foto: DGzRS

Laboe/Cuxhaven (DGzRS) – Nahezu zeitgleich haben die Seenotretter am Donnerstag (20.03.2014) Verletzten auf Nord- und Ostsee geholfen.

Gegen Mittag bat das unter russischer Flagge fahrende Küstenmotorschiff „Sormovskiy 3067“ auf der Ostsee um Hilfe. Ein 43-jähriger Seemann hatte sich an Bord eine tiefe Schnittverletzung zugezogen. Nach Rücksprache mit der Seenotleitung Bremen wurde entschieden, den Patienten auf schnellstmöglichem Wege mit dem Seenotkreuzer „Berlin“ (Station Laboe) abzubergen.

Die „Berlin“ nahm zusätzlich zur Stammbesatzung eine freiwillige Seenotärztin an Bord. Der Frachter, der auf der Reise nach Riga war, drehte um und lief dem Seenotkreuzer entgegen. Nordöstlich von Kiel Leuchtturm gingen die Seenotretter längsseits des rund 115 Meter langen Kümos. Bei ruhigem Wetter übernahmen sie den Verletzten ohne Probleme. In Laboe übergaben sie den Patienten zur weiteren Versorgung an den Landrettungsdienst.

Zur gleichen Zeit war der Seenotkreuzer „Hermann Helms“ (Station Cuxhaven) in der Deutschen Bucht im Einsatz. Auf der Bohrinsel „Mittelplate“ klagte ein Monteur über starke Rückenschmerzen.

Die Cuxhavener Seenotretter nahmen ebenfalls einen freiwilligen Seenotarzt an Bord. Sie übernahmen den Patienten, der nur noch liegend transportiert werden konnte, von der „Mittelplate“ mit der von der DGzRS entwickelten speziellen Bergungstrage. In Cuxhaven wartete dann ein Rettungswagen, der den Arbeiter ins Krankenhaus brachte.

(Foto: DGzRS)

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