Seenotretter im Brandeinsatz


Kiel (DGzRS) – In Kiel brach in der Nacht zu Freitag ein Großfeuer in einer Abfüllanlage für Paraffin aus. Über 300 Einsatzkräfte der Feuerwehr waren über Stunden im Einsatz, um die Flammen zu löschen. Zahlreiche Anwohner mussten ihre Wohnungen verlassen. Bei den Löscharbeiten half maßgeblich auch der Seenotkreuzer „Berlin“.

 

Um 01.50 Uhr war der Seenotkreuzer über das Havariekommando von der Feuerwehr Kiel um Mithilfe gebeten worden. Der in Laboe stationierte Seenotkreuzer musste in den Nord-Ostsee-Kanal einschleusen und war um 02.35 Uhr vor Ort. Dort beteiligte er sich von der Wasserseite an den Löscharbeiten des Brandes, der an der Uferstraße in der Nähe der Schleuse ausgebrochen war. Die Feuerlöschanlage des 27-Meter-Seenotkreuzers hat eine Leistung von 36.000 Litern pro Minute.

Gegen 04.00 Uhr wurde der Seenotkreuzer aus dem Einsatz entlassen. Die Besatzung traf eine Stunde später wieder in Laboe ein und übernahm zunächst Diesel, um für den heutigen Tag einsatzklar zu sein.

Für die Besatzung der „Berlin“ war es der zweite größere Einsatz innerhalb von 24 Stunden. Erst am Donerstagabend waren die Rettungsmänner bis 18.35 Uhr an einem Einsatz beteiligt, bei dem in der Nähe von Kiel Leuchtturm ein Mann von einer Segelyacht über Bord gestürzt war. Er konnte von einem Hubschrauber der Marine gerettet werden.

Von 22.15 Uhr bis 00.45 Uhr hatte die „Berlin“ zudem an einer Winchübung mit einem SAR-Hubschrauber der Marine teilgenommen. Kaum eine Stunde später erfolgte dann die Einsatzalarmierung der Feuerwehr.

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