Seemann von Fischereiforschungsschiff gerettet


Sassnitz (DGzRS) – Gegen 07.50 Uhr meldete sich am Samstagmorgen (04.05.2013) das Fischereiforschungsschiff „Solea“ bei den Seenotrettern. Bei einem Besatzungsmitglied bestanden akute medizinische Probleme. Die „Solea“ befand sich zu diesem Zeitpunkt gut sieben Seemeilen (etwa 13 Kilometer) nördlich von Kap Arkona. Unverzüglich nahm der Seenotkreuzer „Harro Koebke“ (Station Sassnitz) Kurs auf das Forschungsschiff. Die Seenotretter bereiteten das Bordhospital für die Aufnahme des Patienten vor.

Auf Anforderung der Seenotleitung Bremen brachte der Rettungshubschrauber „Christoph 47“ einen Notarzt zum Seenotkreuzer. Die „Harro Koebke“ verfügt für solche Fälle über ein Hubschrauberarbeitsdeck, das vorrangig für Windenmanöver vorgesehen ist. In diesem Fall jedoch waren Wetter- und Seegangsbedingungen so gut, dass der Hubschrauber in Höhe Lohme/Glowe kurzzeitig auf dem Seenotkreuzer landen konnte.

Die „Harro Koebke“ ging bei der „Solea“ längsseits, um den Patienten zu übernehmen. Seit der Alarmierung waren bis dahin gerade mal 40 Minuten vergangen. Im Bordhospital des Seenotkreuzers wurde der Patient versorgt. Im Hafen von Sassnitz übergaben die Seenotretter ihren Patienten an den dort wartenden Hubschrauber, der den Mann in ein Krankenhaus nach Stralsund flog.

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