Schwere Lkw-Unfälle in Niedersachsen


Braunschweig (ots) – Am Mittwochmorgen kam es gegen 07.30 Uhr auf der Autobahn A 2 zwischen den Anschlussstellen Braunschweig-Ost und dem Kreuz Wolfsburg/Königslutter zu einem schweren Verkehrsunfall.

Aufgrund hohen Verkehrsaufkommens im Berufsverkehr kam es vor dem Autobahnkreuz Wolfsburg/Königslutter zu einem Stau. Dadurch musste ein auf dem rechten Fahrstreifen fahrender Sattelzug aus Peine abbremsen. Sein Fahrzeug kam zum Stehen. Ein dahinter fahrender Sattelzug aus Polen stoppte ebenso. Aus bislang noch nicht geklärter Ursache fuhren jedoch ein weiterer Lkw aus Minden und ein Tanklastzug aus Leer auf die stehenden Sattelzüge auf. 

Der 32-jährige Fahrer aus Minden wurde dabei in seinem Führerhaus eingeklemmt und konnte unter Einsatz der Rettungsschere und schwerem Gerät durch die Feuerwehr befreit werden. Der 48-jährige Fahrer des Tanklastzuges wurde durch den Aufprall leicht verletzt und ebenfalls in ein Krankenhaus gebracht. Bei dem Unfall wurde der Tankauflieger beschädigt, Ladung trat allerdings nicht aus.

Zu einem weiteren schweren Unfall ebenfalls unter Beteiligung von Lkw kam es am heutigen Morgen auch auf der Autobahn A 7. Laut Polizei ereignete sich die Kollision gegen 10:25 Uhr zwischen Seesen und Rhüden.

Zum Zeitpunkt des Unfalls wurden von der Autobahnmeisterei Mäharbeiten auf dem Mittelstreifen durchgeführt. Dadurch war die zweispurige Fahrbahn auf einen Fahrstreifen verengt, und es hatte sich ein ca. 1 Kilometer langer Stau gebildet.

Am Stauende musste ein 56-Jähriger aus Bad Segeberg seinen Sattelzug stoppen. Ein dahinter fahrender 32-Jähriger aus Bad Schwartau konnte auch noch rechtzeitig seinen Sattelzug zum Stehen bringen. Doch einem weiteren Lkw-Fahrer (46) aus Heidenheim gelang dies nicht mehr.

Durch die Wucht des Aufpralls wurde der Sattelzug des Bad Schwartauers auf den vor ihm stehenden Sattelzug des 56-Jährigen geschoben. Ein vierter Sattelzugführer (22) aus Lützelbach konnte den verunfallten Lkws gerade noch nach rechts über den Standstreifen ausweichen, kam dabei jedoch von der Fahrbahn ab und streifte die Außenschutzplanke. Unfallursache dürften zu geringe Sicherheitsabstände gewesen sein.

Durch den Verkehrsunfall wurden die beteiligten Sattelzüge zum Teil erheblich beschädigt. Das Führerhaus des Unfallverursachers wurde durch den Aufprall deformiert, sodass der 46-Jährige zunächst in seiner Kabine eingeklemmt war. Der Mann konnte jedoch vor Eintreffen der Feuerwehr Seesen von „couragierten Verkehrsteilnehmern“, so die Polizei, aus seinem Fahrzeug befreit werden.

Bei dem Unfall wurden der Unfallverursacher und eine Insassin im Sattelzug des Bad Schwartauers verletzt. Beide Personen wurden jeweils mit einem Rettungswagen ins Krankenhaus Seesen gebracht. Die Verletzungen erwiesen sich als nicht schwerwiegend.

Durch die FF Seesen wurde der Brandschutz hergestellt und die ausgelaufenden Betriebsstoffe gebunden.

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